"Im Gesundheitswesen soll niemand geschädigt werden!", so die Devise zum weltweit ersten Tag der Patientensicherheit. Im Rahmen dieser Aktion wurde in den Abendstunden der Eingangsbereich des Forchheimer Klinikums orange angestrahlt.

Die Weltgesundheitsorganisation rief diesen Patiententag ins Leben, um die öffentliche Wahrnehmung für das Thema Patientensicherheit zu steigern. Patientensicherheit beschreibt die Abwesenheit unerwünschter Ereignisse, darunter sind schädliche Vorkommnisse zu verstehen, die eher auf der Behandlung denn auf der Erkrankung beruhen.

Patienten einbeziehen

In diesem Jahr liegt der Fokus auf der Vermeidung von Patientenverwechselungen und Fehlmedikation. Die stellvertretende Risikomanagerin Katja Severa erläutert: "Wir wollen auch unsere Patienten einbeziehen und diese zur aktiven Vermeidung von Verwechslungen ermuntern."

In einer Broschüre wird erläutert: "Wundern Sie sich nicht, wenn Sie mehrmals nach Ihrem Namen gefragt werden, vor Blutentnahmen, Untersuchungen und Operationen. Aktives Nachfragen durch unsere Mitarbeiter erhöht Ihre Sicherheit."

Große Erwartungen setzt Chefarzt Ulrich von Hintzen-stern, verantwortlich für das Qualitätsmanagement am Standort Forchheim, in die baldige Einführung von Patientenarmbändern. Diese sollen eine schnelle und effektive Kontrolle der Identität des Patienten gewährleisten und relevante Behandlungsdaten speichern.

Chips sollen helfen

"Mittels Barcode oder RFID-Chip (Radio Frequency Identification, englisch für Funkerkennung) und den dazugehörigen Lesegeräten kann auch festgestellt werden, ob das richtige Medikament beim richtigen Patienten landet", beschreibt der Anästhesist die Technik. Das ersetze das Vier- Augen-Prinzip bei der Zusammenstellung der Präparate nicht, könne es aber ergänzen, sagt er.

Ziel ist es, die Arbeitsabläufe innerhalb der Abteilungen und in der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit zu optimieren, um Fehler zu vermeiden. red