Vorgezogene Weihnachtsgeschenke haben die Marktgemeinde Steinwiesen und die Stadt Teuschnitz erhalten. Die Regierung von Oberfranken bewilligte die Fördermittel für zwei wichtige Projekte, die im kommenden Jahr anstehen. So erhält allein Steinwiesen für die Sanierung der früheren Turnhalle zur Kulturhalle für Bürger 3,375 Millionen Euro aus der Förderoffensive Nordostbayern. Die wichtige Maßnahme, die Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro umfassen wird, soll im kommenden Jahr in die Realisierungsphase gehen.

Um eine hohe Planungsqualität zu erhalten, hatte die Marktgemeinde Steinwiesen 2019, ebenfalls unterstützt durch die Städtebauförderung, einen Planungswettbewerb mit zehn teilnehmenden Büros ausgelobt. Aus dem Verfahren ging das Büro Lauer + Lebok Architekten Part-GmbH aus Lichtenfels als 1. Preisträger hervor, das aktuell die Maßnahme planerisch weiter vorbereitet.

Die Baumaßnahme umfasst neben der Sanierung der bestehenden ehemaligen Turnhalle und der Außenanlagen auch einen Erweiterungsbau, der zukünftig mit dem großzügigen Foyer die neue Eingangssituation zur Halle bildet und ergänzende Nutzungen wie Theke, Garderobe und Sanitäranlagen aufnimmt.

Treffpunkt der Vereine

Die ehemalige Schulturnhalle im Ortskern von Steinwiesen wird, seitdem sie nicht mehr für den Schulbetrieb notwendig ist, durch die örtlichen Vereine als Treffpunkt und öffentlicher Veranstaltungsort genutzt. Aufgrund der schlechten Bausubstanz und notwendiger Brandschutzmaßnahmen hätte diese Nutzung jedoch voraussehbar aufgegeben werden müssen. Deshalb wurde die Sanierung der Halle bereits 2011 im interkommunalen Entwicklungskonzept "Oberes Rodachtal" der Kommunen Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels als Projekt vorgeschlagen und wird seitdem durch die Marktgemeinde weiterverfolgt.

Steinwiesen wird seit 1989 durch die Städtebauförderung unterstützt. Seitdem wurden Fördermittel in Höhe von 11,9 Millionen Euro bewilligt, fast vier Millionen Euro davon aus der Förderoffensive Nordostbayern, teilte die Regierung von Oberfranken mit. Mit dieser finanziellen Unterstützung wurden bzw. werden wichtige Projekte und Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung und die Sicherung des Wohn- und Arbeitsstandortes Steinwiesen umgesetzt. Neben der geplanten Kulturhalle können hier beispielsweise genannt werden: die Sanierung und Aufwertung der Ortsdurchfahrt, der Abbruch und die Neugestaltung der Freifläche in der Pfarrer-Bayer-Straße, die Neugestaltung von Kirchplatz und Rathausplatz sowie des Bahnhofgeländes oder die Sanierung des als Wohngebäude genutzten alten Rathauses. Aber auch private Bauherren profitieren von der Städtebauförderung. Die Marktgemeinde reicht seit 2015 Städtebauförderungsmittel im Rahmen des interkommunalen Förderprogramms der Interessensgemeinschaft Oberes Rodachtal für die Sanierung von privaten Gebäuden weiter.

Gute Nachrichten hat auch die Stadt Teuschnitz von der Regierung von Oberfranken bekommen: Für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Wickendorf und dem Kreisverkehrsplatz bei Teuschnitz gibt es eine Förderung in Höhe von 680 000 Euro bewilligt. Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und Erhöhung der Verkehrssicherheit baut Teuschnitz die Gemeindestraße auf einer Länge von rund 830 Meter mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Meter aus. Der bisherige Ausbauzustand der Gemeindestraße entspricht nicht mehr den Anforderungen an die heutigen Verkehrsverhältnisse. Der Streckenabschnitt zeigt aufgrund des unzureichenden Fahrbahnaufbaus und der ungenügenden Straßenentwässerung zahlreiche Netz- und Querrisse, Verdrückungen und Setzungen.

Baubeginin im Frühjahr

Die Gesamtkosten betragen rund 990 000 Euro, von denen rund 840 000 Euro zuwendungsfähig sind. Der bewilligte Zuwendungsbetrag in Höhe von 680 000 Euro bedeutet einen Fördersatz von 80 Prozent und setzt sich zusammen aus 590 000 Euro (70 Prozent) aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (Art. 2 BayGVFG) und 90 000 Euro (10 Prozent) aus dem Finanzausgleichsgesetz (Art. 13 c BayFAG). Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2021 beginnen. red