von unserem Redaktionsmitglied 
Bernhard Panzer

Herzogenaurach — Der Bau des Kinderhorts schreitet voran. Wenige Tage nach dem Spatenstich herrscht auf der Baustelle bereits emsiges Treiben. Und auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind nicht untätig. So lagen dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend zwei Vergaben zum Bau des Gebäudes vor.
Auffallend war dabei eine Kostenminderung bei der Dacheindeckung um nahezu die Hälfte. Anstelle von angenommen 140 000 Euro werden nun nur noch gut 74 000 Euro benötigt. Diese Einsparung ließ sich trotzdem einfach erklären, wie Walter Pander vom Amt für Gebäudewirtschaft erläuterte.
Man hatte nämlich ursprünglich angenommen, dass für das Dach eine Dämmung mit einer Stärke von 40 Zentimeter erforderlich sei. Spätere Berechnungen jedoch hätten ergeben, dass 25 Zentimeter genügen. Die Kostenminderung ergab sich durch Einsparungen beim Material sowie die Auswirkungen auf andere Arbeiten. Bürgermeister German Hacker (SPD) beteuerte, dass auch die verbleibenden 25 Zentimeter noch für den Passivhaus-Standard genügen. Den Auftrag erhielt die Firma Fischer Flachdach aus Weißenberg für eine Summe von 74 041 Euro. Die Ausführung erfolgt als Gründach mit einer Photovoltaikanlage.
Ebenfalls vergeben wurden in der Sitzung die Fensterarbeiten. Gewählt wurden Kunststofffenster mit drei Scheiben Isolierverglasung. Elf Firmen hatten die Unterlagen angefordert, doch nur zwei gaben ein Angebot ab. Den Auftrag erhielt die Firma Jäger aus Eschenbach in der Oberpfalz für einen Betrag von 107 090 Euro.
Damit kann auch in diesem Punkt gespart werden, denn das Unternehmen lag etwa zehn Prozent unter dem Ansatz des Architekten.