Bisher war es üblich, dass alljährlich am Feiertag Christi Himmelfahrt eine Wallfahrt von Herzogenaurach nach Veitsbronn abgehalten wird. Allerdings konnte in den Zeiten von Corona keine Wallfahrt stattfinden.

In Vertretung der offiziellen Wallfahrt hatten sich aber dennoch fünf Herzogenauracher zu Fuß auf den Weg nach Veitsbronn gemacht, um diese alte Tradition nicht abbrechen zu lassen. Zurückzuführen ist diese katholische Wallfahrt zu einer evangelischen Kirche auf die starke Bindung von Veitsbronn an die Pfarrei Herzogenaurach vor der Reformation. Veitsbronn war eine Filiation von Herzogenaurach und wurde von Herzogenaurach aus seelsorgerlich betreut. Auch nach der Reformation konnten die Wallfahrer die nun evangelisch gewordene Kirch besuchen. Selbst in den NS-Zeiten fand diese Wallfahrt in kleinem Rahmen statt.

Die evangelische Kirchengemeinde ermöglichte es auch in diesem Jahr, dass die Herzogenauracher Wallfahrer eine kurze Andacht in der Kirche abhalten konnten. Aufgrund der kleinen Zahl der Pilger konnten die Abstandsregeln problemlos eingehalten werden, der Mundschutz war im Gotteshaus obligatorisch.

Helmut Fischer hatte auch in diesem Jahr ein Wallfahrtsbild gestaltet. Mit einem kurzen Gebet von Wallfahrerpfarrer Josef Treutlein konnten die Pilger die Gewissheit mit auf den Weg nehmen: "Maria bittet auch in diesen schweren Corona-Zeiten bei ihrem Sohn für uns!"