von unserem Mitarbeiter Dirk Meier

Memmelsdorf/Frohnlach — Im Kellerduell der Bayernliga Nord gab es keinen Sieger. Der VfL Frohnlach war auch mit zwei Mann weniger in der Lage, das Unentschieden zu retten. "Aber unter dem Strich waren es für uns eigentlich zwei verschenkte Punkte”, sagte Frohnlachs Spielleiter Roland Melzig.
Der VfL bestimmte im ersten Abschnitt über weite Strecken das Geschehen. Ab der 27. Minute spielten die "Blau-Weißen" aber mit einem Mann weniger, weil der Ex-Friesener Andreas Baier mit Gelb-Rot vom Platz musste: "Das war schon eine sehr harte Entscheidung”, kritisierte Melzig. Ausgerechnet der zu diesem Zeitpunkt sehr agile Baier, der kurz zuvor die große Chance zum 1:0 für Frohnlach vergab.
Kurz vor der Pause kam ein Ball aus dem Mittelfeld direkt zu Tevin McCullough. Der ließ einen Gegner stehen, hatte nur noch den Tormann vor sich und schob zum 0:1 für die Frohnlacher ein (45.) - eine verdiente Führung für den Gast.
Auch im zweiten Abschnitt konnte der VfL das weiterhin sieglose Schlusslicht in Schach halten. Allerdings benötigte die Heimelf einen Handelfmeter zum fünften Remis. Eine Flanke sprang Kapitän Tayfun Özdemir an die Hand, und es gab Strafstoß. Auch eine Entscheidung, mit der die Gäste nicht einverstanden waren. Özdemir musste zudem mit Rot vom Feld, und Daniel Krüger verwandelte sicher (73.).
Nun hatte der SV Memmelsdorf zwei Mann mehr auf dem Feld, konnte das aber nicht nutzen: "Eine Spitzenmannschaft zerlegt dann einen Gegner, Memmelsdorf hat das gegen uns nicht geschafft. Aber am Ende mussten wir dann mit dem einen Punkt zufrieden sein”, bilanzierte Melzig.
Recht hatte er, denn Chancen waren für die Platzherren noch vorhanden. Frohnlach zog sich logischerweise in Unterzahl zurück, baute eine Mauer vor dem Tor auf. Memmelsdorf hatte ein Übergewicht, versuchte es aber zu oft mit hohen Bällen, statt den Gegner in Überzahl laufen zu lassen und so eine Lücke zu finden. In der 83. und 90. Minute aber dann doch noch zwei Möglichkeiten der Memmelsdorfer, der krönende Abschluss aus Sicht der Hausherren blieb aus.