Isling — Friedrich Zapf feierte am Montag im Kreis seiner Familie sowie von Bekannten und Nachbarn in froher Runde seinen 90. Geburtstag. Der gebürtige Islinger war zunächst als Landwirt tätig, ehe er noch etwa 30 Jahre bei der Post im Paketdienst beschäftigt war.
Seine aus Roth stammende Frau Anni lernte er bei einer Tanzveranstaltung im Nachbarort Mönchkröttendorf kennen und lieben. Aus der Ehe gingen die drei Söhne Paul, Harald und Thomas hervor, die in Altenkunstadt, Burgkunstadt und Isling wohnen. Der recht rüstige Jubilar, der schon 1991 den Tod seiner Frau beklagen musste, lebt bei seinem Sohn Thomas.
Friedrich Zapf kam im Krieg in Südfrankreich zum Einsatz und kehrte nach kurzer Gefangenschaft im Juli 1945 in die Heimat zurück. Ein Relikt aus der Kriegszeit hat er sorgfältig aufbewahrt und eingerahmt. Dabei handelt es sich um ein vom damaligen Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte an der Westfront und späteren Präsidenten der USA, Dwight D. Eisenhower, unterzeichnetes und kurz vor Kriegsende verbreitetes Flugblatt. Dieses als Passierschein überschriebene Blatt in deutscher und englischer Sprache war ein Aufruf an die deutschen Soldaten, sich zu ergeben unter Zusicherung einer anschließenden guten Behandlung. "Ich habe das Flugblatt mit brisantem Inhalt in einem meiner Socken versteckt, damit es nicht von der deutschen Wehrmacht entdeckt werden konnte", erläuterte Friedrich Zapf.
Friedrich Zapf engagierte sich sehr für seine Gemeinde. So hatte er einen beträchtlichen Anteil daran, dass Isling im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" 1969 zum ersten Golddorf im Landkreis gekürt wurde, er gehörte zwölf Jahre dem Gemeinderat an und war von 1969 bis zur Eingemeindung 1978 Zweiter Bürgermeister.
/>Stark brachte er sich im Vereinsleben ein. Er war Gründungsmitglied beim Fußballverein, Gartenbauverein und bei den Waldbauern, gehört 70 Jahre der Soldatenkameradschaft und dem Musikverein an und war 50 Jahre lang Feldgeschworener und 30 Jahre Jagdvorstand. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, die Segenswünsche der Kirche Pfarrer Henryk Chelkowski. thr