von unserem Mitarbeiter Stefan Lutter

Weismain — Unter dem Motto "Mir geht ein Licht auf" stand der ökumenische Kinderbibeltag, an dem sich 20 Kinder von sechs bis zwölf Jahren beteiligten. Mit Bastelaktionen, Liedern und Texten arbeiteten die Mädchen und Jungs einen Vormittag lang heraus, wie das Licht Gottes Frieden und Versöhnung in die Welt bringt.
"Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen. Er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind (...)". Dieses Bibelwort war nicht nur Ausgangspunkt für den Kreativ-Vormittag in der Grundschule, wie Birgit Janson, Pastoralreferentin für den katholischen Seelsorgebereich Obermain-Jura, und Pfarrerin Claudia Jobst von der evangelischen Gemeinde Buchau-Weismain gemeinsam mit einer Handpuppe bei der Eröffnung erklärten.

Nach Streit zueinander finden

Im folgenden Mini-Theaterstück, aufgeführt von den Konfirmanden, verwendete eine Mutter die Passage aus dem Lukas-Evangelium als Gebet, das eine zerstrittene Familie wieder zueinander finden ließ. Im Schein der Kerze beschäftigten sich die Kinder mit gemeinsam gesungenen Liedern und der Nachbearbeitung diverser Texte mit dem Thema Versöhnung.
Wie Gott hilft, miteinander Wege des Friedens zu finden, wurde auch mit den Bastelaktionen beschrieben: Beim Anfertigen eines Friedenssterns etwa, auf dem die Kinder mit Handabdrücken ihre Gemeinschaft unterstrichen. Und bei der anspruchsvollsten Aufgabe, dem Anfertigen von Foto-Collagen aus Zeitungen und Magazinen. Dabei setzten die Kinder traurigen Ereignissen - Fotos von Kriegen, aus Krisengebieten und vom Terror in Frankreich in der vergangenen Woche - eine gebastelte Kerze sowie Bilder von hilfsbereiten Menschen und freudigen Anlässen entgegen.
Besonders gut kam bei den Kindern und Jugendlichen das Marmorieren von Kerzen an. Indem sie eine weiße Kerze in eine spezielle Farb- und Wassermischung tauchten, konnten alle Teilnehmer ein individuelles Erinnerungsstück an den Kinderbibeltag gestalten. Schade nur, dass die Menge an Kerzen für deutlich mehr Kinder gereicht hätte. Die Organisatoren lassen sich von der vergleichsweise geringen Beteiligung allerdings nicht entmutigen. "Mindestens einmal pro Jahr" soll der Kinderbibeltag, der 2013 eine Pause eingelegt hatte, künftig wieder stattfinden, plant Claudia Jobst, die die Kinder gemeinsam mit Birgit Janson, Pfarrer Ulrich Jobst, Erika Dauer vom Schulkinderhort und zehn jungen Helfern aus beiden Pfarreien betreute. Allerdings sollen dann Termine kurz nach den Ferien vermieden werden, um länger die Werbetrommel rühren zu können. Damit noch mehr Kindern ein Licht aufgeht, sei auch die Einbindung von Vorschulkindern ab fünf Jahren denkbar.