von unserem Mitarbeiter 
karl-heinz Hofmann

Kronach — Die katholische Jugend der katholischen Pfarrei St. Johannes Kronach lädt am Samstag, 20. September, um 16.30 Uhr zu einer Friedensandacht ein. Treffpunkt ist um 16.15 Uhr am Eingang des Hallen- und Freibades "Crana Mare".
Hinter dem Schwimmbad gibt es genügend Parkplätze. Zusammen mit den Initiatoren des Friedenskreuzes um Heinz Hausmann herum, will man für den Frieden beten. Dazu ergeht auch Einladung im Namen des Vorsitzenden des Familienkreises St. Johannes, Karl Deckelmann.
Vor 50 Jahren wurde am Kreuzberg das erste Friedenskreuz errichtet und im März 1964 eingeweiht. Von der Stadt Kronach aus ist es aufgrund der leuchtend weißen Farbe gut sichtbar. Vom Familienkreis wurde es über die Jahrzehnte gepflegt. Nach 30 Jahren war das erste Kreuz morsch. Der Familienkreis hat ein neues Kreuz errichtet. Am 7. April 1995 wurde es eingeweiht. Im gleichen Jahr wurde es beschmiert und am 20./21. Juni 1997 abgesägt.

Sehnsucht nach Einheit

Es folgte der Aufbau eines dritten Kreuzes, wobei wieder viele mitgeholfen haben. Der Zahn der Zeit hat ihm aber inzwischen wieder etwas zugesetzt. Zurzeit muss eine Fachfirma das Fundament erneuern.
Der heutige Dekanatsratsvorsitzende Heinz Hausmann erinnert sich an die Motivation zur Errichtung dieses Mahnmals. "Das zwölf Meter hohe und zehn Zentner schwere Holzkreuz sollte ein Mahnmal und Zeichen der Verbundenheit von Menschen eines Volkes über eine brutale Grenze hinweg und ein bleibendes Wahrzeichen gläubiger, junger Menschen sein.
Damals war Deutschland in zwei Staaten geteilt und durch eine gefährliche Grenze mit Todesschussanlagen getrennt. Es sollte die Sehnsucht der Jugend nach Einheit deutlich machen. Dekananatsratsvorsitzender Heinz Hausmann war damals in der katholischen Jugend Pfarrjugendführer und Johanna Schedel war Pfarrjugendführerin, beide wirkten als Initiatoren zur Errichtung des ersten Friedenskreuzes mit vielen Helfern. Das Friedensgebet will man auch nutzen, um all jenen zu danken, die sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten um die Erhaltung, Pflege und auch immer wieder Neuerrichtung des Friedenskreuzes "Ost-West" verdient gemacht haben. Die Friedensandacht beginnt am Samstag um 16.30 Uhr am Kreuz.