Kronach — Im Sommer 2014 jährt sich zum 25. Mal das Bestehen der Schulpartnerschaft zwischen den Berufsschulen Kiskunhalas in Ungarn und Kronach.
40 Jahre lang hatte eine streng bewachte Grenze mit Stacheldraht und Minenfeldern Europa in zwei unüberwindbare Blöcke geteilt. Dann kam 1989 mit dem Fall der Mauer. Bereits in diesem Jahr entwickelte sich der Schüleraustausch mit der Berufsschule für Handel und Gastronomie in Kiskunhalas, der zum Abschluss eines Schulpartnerschaftsvertrags führte. Die Lorenz-Kaim-Schule ging damit - sicherlich als eine der ersten Schulen überhaupt - neue Wege. Ein Jubiläum also, auf das man daher zu Recht sehr stolz sein kann - gerade auch angesichts der Tatsache, dass diese Kooperation Wegbereiter für die bestehende Städtepartnerschaft zwischen Kronach und Kiskunhalas war.
"Für eine Berufsschule ist eine so lange aktive Partnerschaft sicherlich etwas Seltenes, begann sie doch schon, als der "Eiserne Vorhang" Europa noch durchtrennte", so Rudolf Schirmer, der Leiter der Staatlichen Berufsschule Kronach. Besonders erfreulich sei, dass durch diese Schulpartnerschaft der Grundstein der Städtepartnerschaft zwischen den Städten Kiskunhalas und Kronach gelegt wurde.
Die Lorenz-Kaim-Berufsschule Kronach feiert das 25-jährige Partnerschaftsjubiläum in der Zeit vom 10. bis 13. Juli. Zu diesem Anlass wird eine ungarische Delegation mit Schülern, Lehrern und Direktoren, die am Schüleraustausch beteiligt waren, nach Kronach kommen. Ehemalige Schüler der Lorenz-Kaim-Schule, die sich während der letzten 25 Jahre einer Schüleraustauschmaßnahme beteiligt haben, sind eingeladen, an den Festveranstaltungen teilzunehmen. hs