Kulmbach — Die Fremdenverkehrsbilanz für den Landkreis Kulmbach bleibt weiter im Plus: Für die Monate Januar bis April 2015 meldeten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 49 100 Übernachtungen an das Landesamt für Statistik. Das sind 1162 mehr als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres.
Damit liegen die aktuellen Übernachtungszahlen hier bisher 2,4 Prozent über den Vorjahreswerten. Bayernweit geriet der Fremdenverkehr im Monat April zwar etwas ins Stocken, bleibt aber noch im Plus. Von Januar bis Ende April registrierten die Statistiker in den erfassten Betrieben mit mindesten zehn Gästebetten landesweit rund 22,7 Millionen Übernachtungen, 2,7 Prozent mehr als im selben Vorjahreszeitraum mit damals 22,1 Millionen Übernachtungen. Lediglich der April schwächelte gegenüber dem Vorjahr: so fiel zwar die Gästezahl in ganz Bayern um knapp 62 400 höher aus als im April 2014, doch die Übernachtungszahl um knappe 20 000 niedriger.

Kampf ums Überleben

Die unterm Strich positiven Landeszahlen überdecken allerdings ein landesweites Problem: denn viele kleine Urlaubsgemeinden kämpfen ums Überleben: Immer mehr Hotels schließen, meist sind es Familienbetriebe. Viele Pensionen und Hotels sind in die Jahre gekommen und für Gäste wenig attraktiv und vielerorts fehlt es an qualifiziertem Personal. Anvisierte Projekte wie neue Hotelkomplexe finden zwar Investoren, scheitern aber häufig am Protest der Einwohner. Doch Fakt ist: eine attraktive Region und eine schöne Landschaft allein, reichen heute für einen Urlaubsort nicht mehr aus.
Hinter den Übernachtungsgästen verbergen sich sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende. Für die Hoteliers und Vermieter zählt letztlich nur das Endergebnis, denn Geld in die Kasse bringen beide Gästegruppen. So meldeten die Fremdenverkehrsbetriebe im Kreis Kulmbach für Januar 9924 Übernachtungen (Januar 2014: 10 380), im Februar 10 980 (9743), im März 12 407 (12 249) und im April 15 789 (15 566). Unterm Strich liegen damit die bisherigen Übernachtungszahlen um 1162 über denen des Vorjahres. Geht man von 70 Euro Umsatz pro Übernachtung aus, ergibt das 81 000 Euro mehr Umsatz. Übernachtet haben bisher 26 175 Gäste, also 334 mehr als vor einem Jahr. sus