Anlässlich der Kreisversammlung der Freien Wähler berichtete Vorsitzender Klaus Kasper zunächst von der Nominierungsversammlung in Würgau, bei der Klaus Georg Purucker aus Kulmbach als Kandidat der Freien Wähler zur Bundestagswahl für den Wahlkreis 240 nominiert worden war. Die Freien Wähler nehmen in diesem Jahr zum zweiten Mal bei der Bundestagswahl teil, was Kasper für wichtig hält, um den Bürgern, die weder die etablierten Parteien noch eine populistische Partei wie die AfD wählen wollen, eine Alternative zu geben.
Bezirksvorsitzender Manfred Hümmer stimmte dem zu und bekräftigte, dass die Freien Wähler sich nicht zu verstecken bräuchten. Sie deckten die bürgerliche Mitte ab und hätten die Erfahrung aus der Kommunalpolitik zu bieten. Die Freien Wähler würden gebraucht, da viele Menschen bei dem Hin und Her in Deutschland und Europa keine Orientierung mehr finden.


Viele ungeklärte Fragen

Hauptthema der Versammlung waren die Umstrukturierungspläne am Bezirksklinikum Kutzenberg. Fraktionsvorsitzender Heinz Petterich sowie Kreisvorsitzender Kasper kritisierten unisono vor allem die Intransparenz bei diesem Verfahren. Es sei nun Aufgabe der Freien Wähler, sich an die Seite der Mitarbeiter zu stellen, da diese um ihre Arbeitsstelle fürchten müssen. Dazu müssten endlich die vielen ungeklärten Fragen beantwortet werden. Man habe sich daher entschlossen, einen Brief an Bezirkstagspräsidenten Denzler sowie an allen Fraktionsvorsitzenden im Bezirksrat zu senden, um die vielen Unklarheiten klären zu lassen. Zudem wolle man sich um einen Anwalt für Arbeitsrecht bemühen, um bei einer gemeinsamen Versammlung mit den Mitarbeitern und dem Personalrat diese über ihre Rechte und Möglichkeiten hinsichtlich der vom Bezirk eingerichteten Jobbörse zu informieren.
Petterich wies die Kritik der Union zum Abstimmungsverhalten des FW-Bezirksrats im Verwaltungsrat zurück, schließlich habe es auch innerhalb der CSU kein einheitliches Abstimmungsverhalten gegen die von Bezirkstagspräsident Denzler (CSU) zur Abstimmung gestellten Pläne gegeben. Petterich forderte hingegen die Union auf, gemeinsam für das Klinikum und die Mitarbeiter zu kämpfen.


Auf der Seite der Bürger

Kasper ging auf verschiedenen Aktionen der Freien Wähler im Kreisverband ein. Zunächst blickte er auf die Versammlung mit den Bürgern in Hochstadt und Wolfsloch zum geplanten vierbahnigen Ausbau der B 173 zurück, welchen man vehement ablehnt. Die Freien Wähler favorisieren stattdessen den Bau einer naturschonenden und leistungsfähigen Variante im 2+1-Format. Dass dies auch der überwiegende Teil der Bevölkerung vor Ort so sehe, zeige das erfolgreiche Bürgerbegehren für eine Klage gegen die geplante "Südtrasse".
Ein Höhepunkt 2016 war Kasper zufolge auch die mit dem Bauerverband organisierte Informationsveranstaltung zum Thema Freihandelsabkommen TTIP. Die Europaabgeordnete der Freien Wähler, Ulrike Müller, habe sich in überzeugender Weise den Fragen der vielen Anwesenden gestellt. Befürchtet werde die Absenkung von Standards bezüglich der Qualität von Lebensmitteln und des Verbraucherschutzes. red