Normalerweise können Studierende mit ihrem Semesterticket den öffentlichen Nahverkehr an ihrem Studienort kostenfrei nutzen. Im Fall des neuen Campus in Kulmbach jedoch sind die Verhandlungen zwischen dem Studentenwerk und der Universität mit den Betreibern des ÖPNV noch nicht abgeschlossen.

"Um die Studierenden in ihrer neuen Heimat willkommen zu heißen, haben wir daher 60 Zehnerkarten für den Stadtbus gestiftet", erklärte Stephanie Schütz, Geschäftsführerin des Busunternehmens Schütz Reisen. "Wir hoffen damit, eine Anregung zu bieten, die neue Heimat auf umweltfreundliche Weise zu erfahren." Die neue Abendlinie, die im Stadtrat beschlossen wurde, soll weitere Anreize bieten.

"Die Freikarten sind eine tolle Geste", sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Die 7. Fakultät der Universität Bayreuth sei eine große Chance, und nur gemeinsam könne es gelingen. "Jetzt ist es wichtig, das Semesterticket auf den Weg zu bringen."

Mehr als 30 Studierende sind bereits vor Ort in Kulmbach angekommen, im Wintersemester rechnet man mit 150. "Dass das Semesterticket bis dahin verfügbar ist, wäre der Wunsch, realistischer ist jedoch das Sommersemester 2022", erklärte . Susanne Strebin von der Uni Bayreuth und bedankte sich für die kostenfreien Tickets. "Sie sind bereits an die hier wohnenden Studierenden verteilt, auch die Netzpläne sind ausgehängt."

Oberbürgermeister Ingo Lehmann bedankte sich beim Unibeirat des Stadtrats und dessen Sprecher Michael Pfitzner. "Wir arbeiten hier konstruktiv parteiübergreifend und das ist auch wichtig, damit das Projekt Unicampus zu einem Erfolg wird."

Gleichzeitig nutzte Schramm die Gelegenheit, Andrea Bohl als neue direkte Ansprechpartner im Rathaus für alle Universitätsbelange vorzustellen.

"In enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis fließen hier und im Unibeirat des Kulmbacher Stadtrats alle Themen zusammen", ergänzte Michael Pfitzner. In Kulmbach werde man auch weiterhin auf den unkomplizierten und direkten Weg für Problemlösungen setzen, "das hat sich bewährt, wie auch das Beispiel der ÖPNV-Fahrkarten zeigt". Uschi Prawitz