Passend zum Jahresthema "Unterwegs in Feld und Flur" lautete dieses Mal bei den "frechen Früchtla" in der Kleintierzüchterhalle das Thema "Vom Korn zum Brot". Über 25 Kinder hatten sich angemeldet und waren interessiert dabei, als man gemeinsam mit Christina Zehnter von der ökologischen Bildungsstätte in Mitwitz der Sache auf den Grund ging.
Welche Getreidesorten gibt es? Gehören Mais oder Reis auch dazu? Die Kräuterpädagogin hatte verschiedene Cerealien mitgebracht und erklärte deren Erkennungsmerkmale ausführlich und für die Kinder leicht verständlich. Als nächstes gab es einen "Mehl-Staffellauf". Die "frechen Früchtla" wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Anschließend mussten die Teams in einer bestimmten Zeit möglichst viele verschiedene Speisen, welche aus Getreide gemacht werden, nennen. Die Kinder hatten viel Spaß an diesem Wettkampf und es gab mit 35 zu 31 Punkten auch einen Gewinner.


Was heißt Vollkorn eigentlich?

Doch wie bekommt man nun das Mehl aus den Körnern oder muss ich das gar nicht trennen? Was heißt Vollkorn eigentlich und warum ist es gesünder als weißes Mehl? Zehnter erklärte, dass Vollkorn Getreide ist, dem nach der Ernte nur Grannen und Spelzen entfernt werden. So bleiben die wichtigen Ballaststoffe, Vitamine, Öle und Mineralstoffe, welche sich in der Schale und dem Keimling befinden erhalten und wirken gesundheitsfördernd, während Weißmehl durch die Verarbeitung von fast allen wertvollen Inhaltsstoffen befreit wird. "Die Vollkornprodukte sorgen zum einen für ein längeres Sättigungsgefühl und sind deshalb für eine ausgewogene Ernährung unbedingt zu empfehlen. Zum anderen bringen die Ballaststoffe den Darm in Schwung und sind gut für die Verdauung", so die Kräuterpädagogin.
Außerdem versorgt Vollkorn den Körper neben den wichtigen Mineralstoffen mit Spurenelementen, wie zum Beispiel Calcium und Magnesium, Zink und Eisen. Sie erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Auch Vitamine, vor allem B-Vitamine, finde man reichlich.
Jetzt ging es von der Theorie zur Praxis. Verschiedene Mahlvarianten waren aufgebaut, welche die Kinder zur Mehlgewinnung selbst ausprobieren konnten. Man versuchte sich - wie einst - mit Steinen, um das Getreide klein zu kriegen, an einem Mörser, einer Kaffeemühle, einer Getreidemühle und zu guter Letzt, einer elektrischen Küchenmaschine. Mit Begeisterung und Muskelkraft waren alle dabei.
Die letzte Aufgabe bestand darin, in Gruppen Zimt- und Pizzasemmeln zu backen. Diese dufteten herrlich, aber vor allem schmeckten sie! 1. Vorsitzender Matthias Fischer bedankte sich bei Christina Zehnter für die vielen Informationen und den tollen Nachmittag und überreichte ihr als Dankeschön eine Ration leckeren Apfelsaft. Wie immer gab es für die Kids Infoblätter für die Jugendmappe und noch ein paar Brötchen zum Aufbacken für zu Hause. hs