Die erste Sitzung der Frauenliste Kronach im neuen Jahr stand im Zeichen der anstehenden Kommunalwahl. Es waren praktische Fragen, von denen die meisten im kleinen Kreis schon vorbesprochen waren. Nun galt es in der Gemeinschaft Entscheidungen zu treffen: Kandidatinnen-Listen für Stadt und Land mussten erstellt, Platzierungen besprochen werden und die Plakatierung geklärt werden. Die Zeit reichte noch für ein paar Themen aus dem Landkreis.

Als Termin für die Verleihung des "Goldenen Apfels", den die Frauenliste an Menschen vergibt, welche sich in besonderer Weise im Landkreis verdient machten, wurde der Samstag, 8. Februar, um 11 Uhr in der ehemaligen Synagoge in der Johannes-Nikolaus-Zitter-Straße in Kronach festgesetzt.

Stadträtin Angela Degen wies auf die Öffnungszeiten des Jugend- und Kulturkaffees Struwwelpeter hin. "Wäre es nicht zu erwarten, dass gerade eine solche Jugendeinrichtung in den Ferien geöffnet ist?", so ihre Frage. Die Öffnungszeiten des "Struwwels" gälten aber nur für die Schulzeit. Zwangsläufig erhebe sich die Frage, wann eine Jugendeinrichtung größeren Zuspruch hat, in der Schulzeit oder in den Ferien? An und für sich wäre beides wichtig. Doch gerade zur Ferienzeit mangele es in Kronach an Möglichkeiten, sich unter einem Dach zu treffen.

In Kronach fehlen Möglichkeiten für lose Treffs, zum Reden und zum Tanzen. Junge Leute suchen in ihrer Freizeit nach einer Einkehr mit erschwinglichen Preisen. "Mädchen würden gerne Tanzen lernen, Tanzschulen sind zu teuer", erzählt Verena Alt, die sich an eine Befragung junger Mädchen zur Freizeitgestaltung in Kronach erinnert. Wenn im Zuge des geplanten Campus in den nächsten Jahren junge Leute nach Kronach kommen, bleibt einiges zu tun. Auch junge Eltern vermissten z.B. eine Indoor-Spielstätte für verregnete Tage.

Ingrid Neder-Guth erinnerte nochmals an das Thema Lichtverschmutzung, vor allem am Parkplatz und Fahrrad-Abstellplatz am Schulgelände "Äußeren Ring", wo die aus ihrer Sicht nicht erforderliche helle Außenbeleuchtung während der gesamten Nacht die Anwohner belästige. red