Unglückliche Gegentore und unnötige Strafzeiten vermasseln den Bayreuth Tigers in der Partie gegen die Frankfurter Löwen ein besseres Ergebnis. Der Sieg geht in der Eishockey-DEL2 mit 4:2 an die Gäste.

DEL2

Bayreuth Tigers - Löwen Frankfurt 2:4

(0:0, 1:2, 1:2) Insgesamt musste Bayreuth im ersten Drittel in großen Teilen defensiv arbeiten, denn die Löwen drückten von der ersten Minute an und brachten unzählige Schüsse auf das von Herden gehütete Tor. Der Bayreuther Torsteher konnte sich über zu wenig Beschäftigung in den ersten 20 Minuten also nicht beschweren. Aber auch die Abwehr stand stabil und ließ oft nur Schüsse von außerhalb zu. Nach der Hälfte des Abschnitts lag die Scheibe doch einmal im Tor der Bayreuther, was allerdings keine Folgen hatte, da ein Frankfurter im Torraum stand und man deshalb dem Treffer die Anerkennung versagte.

Es dauerte bis zur elften Minute, bis die Tigers eine ihrer wenigen Möglichkeiten aufs Eis brachten - Rajala hatte abgezogen, konnte aber Klein im Tor der Löwen mit dieser Prüfung nicht überwinden. Lillich versucht sich in der Folge mit einer Drehung im Slot und später mit einem Rückhandschlenzer, der kurz vor Klein noch einmal hochsprang.

Ein perfekter Start in den Mittelabschnitt gelang den Tigers, als Gron nach 48 Sekunden die Scheibe mit der Rückhand ins kurze Eck an Klein vorbei ins Tor schob und damit die Führung erzielte. In der Folge war kaum ein Spiel mit voller Sollstärke der Teams möglich. Zunächst wanderte Davis für einen "hohen Stock" für 2+2 Minuten auf die Strafbank, was Frankfurt optimal ausnutzte. Schinko traf zwei Mal in Überzahl und drehte so das Spiel komplett in die andere Richtung.

Im steten Wechsel schickte man nun die Akteure zur Strafbank oder pfiff auch mal "absichtliches Abseits", als Rajala deutlich, nachdem die Scheibe ins Drittel gespielt worden war, hinterherlief. Insgesamt gestalteten die Tigers die Partie aber wesentlich ausgeglichener als noch im ersten Abschnitt und hatten bei einer doppelten Überzahl, die eine knappe Minute lief, gute Gelegenheiten - ebenso wie Davidek, der kurz vor dem Ende des Drittels - in Unterzahl - die Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte, alleine auf Klein zufuhr, der aber stark reagierte und blitzschnell unten war, um das Spielgerät unter sich zu begraben.

Kolozvary hatte im letzten Drittel die erste Chance, verpasste aber im Slot knapp die Scheibe. Gegen eine durchaus nicht mehr stark aufspielende Frankfurter Mannschaft war eben dies das Manko, dass man die Chancen, die man sich erarbeitete, nicht verwerten konnte. Andererseits bot man den Hessen mit individuellen Fehlern, wie in der 48. Minute, als man die Scheibe im Aufbau verlor, leichtes Spiel. Fischer nutzte dies und erhöhte auf 1:3. Nach einer Strafe gegen MacAulay konnte man sich festsetzen und durch Gron, der aus der Halbdistanz Maß nahm, den Anschlusstreffer setzen. Doch in der Folge setzte sich Proft energisch durch und verwertete seinen eigenen Nachschuss zur erneuten Zwei-Tore-Führung, die gleichzeitig auch den Sieg für die Gäste brachte.

"Im ersten Drittel hat uns Frankfurt stark unter Druck gesetzt, aber wir haben auch gut gearbeitet und Timo hatte in paar gute Saves", sagte etri Kujala kurz nach dem Spiel. "Im zweiten Drittel war viel Über- und Unterzahl. Wir haben ein bisschen unglückliche Tore bekommen, haben manche Strafen genommen, die man nicht nehmen muss." av

Bayreuth: Herden, Wölfl, Zimmermann Nico - Pokovic, Meisinger (2), Schmitz, Davis (4), Schug - Rajala, Davidek (2), Kolozvary (2), Järveläinen, Lillich, Bindesl, Zimmermann Tim, Gron (4), Nix, Schumacher

Tore: 1:0 (21.) Gron, 1:1 (24.) Schinko, 1:2 (26.) Schinko, 1:3 (48.) Fischer, 2:3 (55.) Gron, 2:4 (58.) Proft / Strafen: 14/8

Bayreuth Tigers - Dresdner Eislöwen

Zweites Heimspiel binnen drei Tagen für die Tigers: Am Samstag (16 Uhr) empfangen die Bayreuther die Dresdner Eislöwen. Ähnlich wie bei den Tigers ist die Bilanz der Dresdner in den letzten Spiele wenig überzeugend: Fünf Niederlagen kassierten die Sachsen in den letzten sechs Spielen. Mit einem 4:3-Erfolg am vergangenen Freitag in Ravensburg beendeten die Eislöwen aber ihren Negativlauf.

Obwohl ein Trainerwechsel vollzogen wurde, verharren die Gäste im Tabellenkeller - auch weil die Eislöwen immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Für Goalie Riku Helenius und Steven Rupprich ist die Saison aufgrund von Verletzungen beendet. Zudem fehlt Stürmer Evan Trupp, bei dem eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde, bis auf Weiteres. Alle bisherigen Duelle zwischen Dresden und Bayreuth gingen ans jeweilige Heimteam - diese Serie wollen die Tigers am Samstag ausbauen. kno

EV Landshut - Bayreuth Tigers

Am Ostermontag (17 Uhr) endet für die Tigers der Dreierpack. Sie gastieren beim EV Landshut. Dessen jüngste Bilanz ist durchwachsen. Zwei Niederlagen, zwei Siege, zwei Niederlagen - die Ergebnisse des EV Landshut in den vergangenen sechs Partien beschreiben den Saisonverlauf der Niederbayern gut. Teils furios mit vier Siegen in die Saison gestartet, ging es für das Team von Trainer Leif Carlsson Stück für Stück in Richtung Tabellenkeller. Einige Zeit hatte der EV auch die Rote Laterne inne. Die hat Landshut mittlerweile aber an die Tigers abgegeben.

Mit der Verpflichtung des kanadischen Sturmduos Zach O´Brien und Marcus Power gelang den Verantwortlichen ein Glücksgriff, dazu kommt mit Verteidiger Robin Weihager ein weiterer starker Kontingentspieler. Für neun Saisonspiele stand sogar Nationalstürmer Felix Schütz im Landshuter Kader - und lieferte im Schnitt mehr als zwei Scorerpunkte.

Mit Sebastian Busch, Drew Melanson und Henry Martens finden sich gleich drei Ex-Tigers aus der vergangenen Saison im Kader des EVL. Nach zwei Landshuter Siegen entschieden die Tigers das bislang letzte Duell im Tigerkäfig knapp nach Overtime für sich. kno