An der St.-Anna-Kapelle in der Bahnhofstraße nahm die Prozession zu Ehren des großen Frankenapostels Kilian ihren Ausgang. Begleitet von den Fahnenabordnungen der Hallstadter Vereine standen dabei die Statue des Heiligen Kilian und das Evangelienbuch als Symbol für das Wort Gottes im Mittelpunkt.
Vereinspräses Christoph Uttenreuther zelebrierte den anschließenden festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche. In seiner Predigt ermunterte Dekan Uttenreuther die Gemeinde dazu, die Begeisterung des Heiligen Kilian zum persönlichen Vorbild zu nehmen. Im Miteinander der Menschen gehe es darum, der christlichen Lehre in der Gesellschaft vorzuleben und nachhaltig zu praktizieren. Hierzu bedürfe es starker Persönlichkeiten, die den Glauben Tag für Tag in die Mitte unseres Gemeinwesens tragen. Der Heilige Kilian und seine Gefährten könnten uns hierfür ein echtes Vorbild sein.
Toleranz, Akzeptanz und Respekt für den katholischen Glauben in der Mitte der Gesellschaft forderte der Vorsitzende, Markus Zirkel, für die Arbeit der kirchlichen Einrichtungen und insbesondere für das Wirken der seelsorgerlichen Arbeit durch die Priester. Anknüpfend an die Worte der Predigt rief der Vorsitzende dazu auf, durch die Begeisterung für die Frohe Botschaft der vorherrschend negativen Berichterstattung über das Christentum entgegenzuwirken und so das seelsorgerische gesellschaftliche, soziale und caritative Tun der beiden christlichen Kirchen neu zu beleben. Der Respekt für die haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeiten müsse sich in unserer Gesellschaft als Verpflichtung gegenüber unserer christlichen Tradition wieder durchsetzen, um so den Glauben wieder seinen rechten Platz in der Gesellschaft zu geben. Dabei könne das missionarische Wirken in unserer fränkischen Heimat durch die Gemeinschaft des Heiligen Kilian mit seinen iroschottischen Gefährten als Vorbild dienen, denn dem großen Frankenapostel sei es gelungen, der angestammten Kultur mit Respekt gegenüberzutreten und so Toleranz für die neue christliche Religionen zu erreichen.
Mit einem herzlichen Dank an die Hallstadter Spargelbauern und einem großen Lob an die ehrenamtlichen Helfer des Spargelessens konnte der Vorsitzende den Erlös dieser Benefizveranstaltung von 1800 Euro bekanntgeben. Jeweils die Hälfte des Betrages erhalten die Jesuiten, welche in der Nachfolge von Pater Welker das Missionswerk "Die Kinder von Cali" fortführen, und die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen in dem Projekt "1+1 mit Arbeitslosen teilen".
Die Ehrungen für die langjährigen Vereinsmitglieder nahmen Markus Zirkel, sein Stellvertreter Michael Dull und der Vereinspräses gemeinsam vor. Für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde Hans Hümmer ausgezeichnet. 50 Jahre treu zum Verein steht Fritz Hofmann, der über viele Jahre in vielfältigen Funktionen den Vorstand aktiv unterstützt hatte. Auf eine langjährige Mitgliedschaft im katholischen Männerverein können auch Erhard Groh, Friedel Schmitt, Adalbert Eichelsdörfer und der ehemalige Vorsitzende Edgar Kleinlein zurückblicken. Aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt war Heinrich Bauer, der seit 40 Jahren treu zu den Idealen des Vereins steht und das Wirken in der Gesellschaft maßgeblich mitgestaltet hat. Johann Hofmann aus Dörfleins wurde mit der Wallfahrtsmedaille für 40-malige Beteiligung an der Diözesanmännerwallfahrt hin zu unterschiedlichen Wallfahrtsorten in der Erzdiözese Bamberg geehrt.
Unter der Leitung von Hans-Dieter Ruß ließen die Kemmärä Kuckuck heimatliche Lieder und Weisen zur musikalischen Umrahmung des geselligen Abends erklingen. mz