Wie präsentieren sich die Fußballprofis mit Geburtsort in Franken Spieltag für Spieltag in der Bundesliga und im Ausland? In der wöchentlichen Rubrik "Frankens Profis" nimmt das Tageblatt die besten Kicker der Region unter die Lupe.

Marius Wolf trotz BVB-Sieg bedient

Einen Tag nach dem knappen 3:2-Sieg bei der TSG Hoffenheim war Marius Wolf noch immer bedient. Auf Instagram postete der in Einberg aufgewachsene Profi ein Bild, das ihn zwar jubelnd mit Jude Bellingham zeigt. Aber: Wolfs Worte dazu brachten seine Stimmung zum Ausdruck - garniert mit einem wütenden Smiley.

"Persönlich ein Tag der Kategorie **** . Trotzdem drei Punkte und viel Motivation, es besser zu machen", schrieb Wolf unter den Beitrag. Der Grund für Wolfs schlechte Stimmung? Seine Leistung. Zum ersten Mal stand Wolf in der Rückrunde in der Startformation und wurde von BVB-Trainer Marco Rose als Rechtsverteidiger aufgeboten. Seine Chance hat Wolf nicht genutzt, am auffälligsten war seine neue Frisur. Seine Haare ließ der Oberfranke zu Dreadlocks binden. Vom Fachmagazin "Kicker" bekam der in Kronach geborene Wolf die Note 4,5 und war damit mit Bellingham notenschlechtester Borusse. Nach 56 Minuten wurde Wolf für Dan-Axel Zagadou ausgewechselt.

Pechvogel David Raum

Einen gebrauchten Tag erwischte aber auch bei den Hoffenheimern ein Franke: David Raum. Unter der Woche hatte der in Nürnberg geborene Nationalspieler seinen Vertrag vorzeitig bis 2026 verlängert, am Wochenende hatte er seinen Anteil an der Niederlage. Denn: Nach 67 Minuten bugsierte Raum eine Hereingabe von Dortmunds Donyell Malen unter Bedrängnis von Thorgan Hazard zum 1:3 ins eigene Tor.

Niklas Dorsch auch von der Rolle

Meilenweit von einem Punktgewinn entfernt war der FC Augsburg. Bei Bayer Leverkusen ging die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl mit 1:5 unter und rutschte auf den Abstiegsrelegationsplatz. Niklas Dorsch aus Altenkunstadt (Landkreis Lichtenfels) stand zwar 90 Minuten auf dem Feld, zeigte aber wie seine Mannschaftskollegen eine dürftige Vorstellung ("Kicker"-Note 4,5).

Bereits in der Vorwoche - beim 1:1-Unentschieden gegen Frankfurt - blieb der 24-Jährige unter seinen Möglichkeiten und leitete mit einem katastrophalen Fehlpass den zwischenzeitlichen Rückstand ein. In Leverkusen lief es dann für nahezu die gesamte Augsburger Mannschaft nicht, lediglich Arne Maier und Torwart Rafal Gikiewicz (beide "Kicker"-Note 3) stemmten sich gegen die deutliche Niederlage.

Cedric Teuchert im Abschlusspech

Hinter Hannover 96 und dem Coburger Cedric Teuchert liegt eine Woche mit Höhen und Tiefen. Unter der Woche kegelte 96 den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach aus dem DFB-Pokal (3:0), wenige Tage später verpasste die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowksi in der Liga gegen Dynamo Dresden einen Befreiungsschlag (0:0). Und das lag vor allem an Dresdens Torwart Kevin Broll, der etliche Chancen der Gastgeber entschärfte.

Pech im Abschluss hatte auch Teuchert. Gegen Mönchengladbach kam der 25-Jährige erst nach 72 Minuten zum Einsatz, diesmal stand Teuchert in der Startformation - und ließ gute Möglichkeiten ungenutzt. Erst fehlte bei seinem Abschluss nicht viel (38.), dann verpasste der Oberfranke nach einem Konter die Führung (48.). Nach 66 Minuten war Teucherts Arbeitstag beendet. the