Die Schützengesellschaft Coburg sowie der Fotoclub Coburg hatten traditionell am ersten Samstag des Vogelschießens zur Eröffnung der Fotoausstellung und zur Prämierung der Preisträger der 13. Stadt- und Kreismeisterschaften in die Alte Angerturnhalle eingeladen.
Schirmherr der Fotoausstellung ist auch in diesem Jahr Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Beim Umbau der Alten Angerturnhalle werde es nach seinen Worten eine kreative Lösung geben, um die traditionelle Ausstellung auch künftig durchführen zu können. Die Alte Angerturnhalle soll wieder für Sportzwecke genutzt werden können, weil die bestehende Dreifachturnhalle am Anger vermutlich im nächsten Jahr abgerissen wird, weil dort die Interimsspielstätte für das Landestheater errichtet wird. Das Landestheater muss wegen der Generalsanierung des Traditionshauses am Schlossplatz für einige Jahre in eine Behelfsspielstätte ausweichen.
Es sei inzwischen eine gute Tradition, dass der Fotoclub Coburg und die Schützengesellschaft diese Ausstellung den Besuchern des Vogelschießens anbieten würden, sagte Tessmer. Beide Vereine hätten auch eine Gemeinsamkeit: Die Mitglieder des Fotoclubs würden Fotos schießen und die Schützen eben mit scharfer Munition auf Scheiben. Für ihn sei das Vogelschießen eine emotionale Sache, sagte Tessmer. "Das haben wir schon immer gehabt". Nur wenige Hundert Meter vom Festplatz entfernt sei er geboren und noch heute erinnere er sich an Besuche des Schützenfestes mit seinem Opa, sagte das Stadtoberhaupt.
Für beide Vereine, so Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan, sei die Fotoausstellung eine Win-win-Situation. Besucher des Armbrustschießens könnten die tollen Bilder ansehen und daran anschließend versuchen, ins Schwarze zu treffen.
Im Jahr 2017 gab es nach den Worten von Klaus Wöhner, Vorsitzender des Fotoclubs Coburg, zwei Neuerungen. Zum einen wurden nur noch Bilder im Format 20 x 30 angenommen. Zum anderen waren die Fotofreunde aufgerufen, sich am Themenwettbewerb "Ritter - Bauer - Lutheraner" zu beteiligten. Bei den Stadt- und Kreismeisterschaften konnten sich die Fotografen mit bis zu sechs beliebigen Motiven beteiligen.
Bei der Ausstellung in der Alten Turnhalle sind die höchst bewerteten Bilder der Stadt- und Kreismeisterschaft noch bis zum nächsten Sonntag zu sehen. Enttäuscht sei er jedoch über die geringe Teilnahme am Themenwettbewerb "Ritter, Bauern, Lutheraner", denn es hätte viele Motive, vom Schloss Callenberg begonnen, über die Kirchen in der Stadt und Region sowie den landwirtschaftlichen Flächen gegeben, sagte Wöhner.
An die 250 Bilder aus den Themenbereichen, Menschen, Tiere, Gebäude, Landschaften und Technik waren bei den 13. Stadt- und Kreismeisterschaften zu bewerten, erinnerte Klaus Wöhner. Neben den Siegerfotos sind Bilder aus den Jahren von 1920 bis 1939 zu sehen. Die Fotos, die im Original noch auf Glasplatten entstanden, machten seinerzeit. August Gruner und Emil Plat. des