Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhält auf dem Südgelände mit dem Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP Laboratory) einen neuen Forschungsbau. Der Grundstein dafür wurde am Montag unter anderem von Wissenschaftsminister Bernd Sibler gelegt.

Die Forschungseinrichtung der FAU wurde bereits 2007 gegründet und konzentriert sich auf die Grundlagenforschung zu Astroteilchenphysik und Astrophysik. Der Schwerpunkt liegt auf hochenergetischen Teilchen aus dem Universum, allen voran auf Gamma-Quanten und Neutrinos.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: "Das Team des ECAP wirkt weltweit an bedeutenden Forschungen mit. Die hochspezialisierten Wissenschaftler sind gefragte Experten bei wegweisenden internationalen Projekten. Sie leisten in dieser hochkarätigen Einrichtung seit vielen Jahren sprichwörtlich galaktisch gute Zukunftsarbeit. Mit dem neuen Forschungsbau können wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern."

Für einheimische und gerade auch für internationale Wissenschaftler werde es damit noch attraktiver, an der FAU zu arbeiten. Für die Metropolregion Erlangen-Nürnberg wie für den gesamten Wissenschaftsstandort Bayern sei ECAP "ein herausragendes Aushängeschild".

Das neue Gebäude für knapp 40 Millionen Euro, die sich Bund und Land teilen, wird auf einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern noch bessere Voraussetzungen unter anderem für die Erforschung und den Bau von Kameras, Sensorsystemen und Detektoren für internationale Großprojekte bieten. Auch in den Betrieb der größten Teleskope der Welt sind die Erlanger eingebunden. Aktuell arbeiten sie zum Beispiel an Komponenten fürs größte Gammastrahlenteleskop der Welt, das "Cherenkov Telescope Array" (CTA). red