Nach langer, coronabedingter Pause, startet der Kunstverein Bamberg am kommenden Samstag wieder in den kulturellen Live-Betrieb, natürlich unter Berücksichtigung aller Abstands- und Hygieneregeln, wie es in der Pressemitteilung heißt. Dies sei auch der Grund dafür, dass man dieses Mal keine offizielle Vernissage veranstalten wird. Trotzdem wird es am Samstag, in kleinem Kreis, eine informelle Eröffnung geben. Um 15 Uhr wird der Galerist Alexander Ochs eine Einführungsrede halten. Danach kann  die Ausstellung mit Führungen in kleineren Gruppen besucht werden. Geplant ist für die Ausstellung erstmalig auch, einen virtuellen Rundgang über die APP "Digiwalk" zu ermöglichen, für all diejenigen, die derzeit nicht vor Ort sein können.

Der Titel der Ausstellung "Agora" kommt aus dem Griechischen.  Als Agora wurde im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt bezeichnet. Sie war damit eine bedeutende gesellschaftliche Institution und ein wichtiges Merkmal der griechischen Polis und bezeichnet den Ort der Versammlung.

Der Künstler Jan Muche setzt sich in seinen Gemälden und Holzmodellen häufig mit Architekturutopien und der Industriearchitektur der 1920er Jahre auseinander. Er erstellt fiktive Strukturen, deren Formen zunächst an Stahlbaukonstrukte und Gerüstbauteile erinnern, die aber letztendlich funktionslos sind.  Das Gemälde mit dem Titel "Tatlin", das auf den Plakaten der Ausstellung abgebildet ist, bezieht sich auf den russischen Künstler Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin, dessen Entwurf eines 400 Meter hohen Turmes als Monument für die Dritte Internationale zu den wichtigsten Werken der Russischen Avantgarde zählt.

Ideale Kulisse

"Der Ort der Ausstellung, das Kesselhaus des alten Krankenhauses mit seinem Industriecharme, erscheint vor diesem Hintergrund als geradezu ideale Kulisse für diese spannende Ausstellung", teilt der Kunstverein Bamberg mit. red