Ein bisschen Erntedank-und Kürbisfest wollten der Markt Wiesenttal mit der Kirchengemeinde Muggendorf und der Volksschule Wiesenttal über die Corona-Zeit hinwegretten. Während sonst ca. 8000 bis 10 000 Menschen das Fest am Nachmittag und am Abend besuchten, waren es heuer eben nur ein Zehntel davon.

Der Tag begann mit den Erntedankgottesdiensten in den beiden Muggendorfer Kirchen , deren Altäre mit Erntegaben reichlich geschmückt waren. Dekan Günther Werner erinnerte daran, dass der Sonntag ein Tag des Dankens sei. „Wenn Sie sich am Nachmittag hinsetzen und aufschreiben, für was Sie Gott in Ihrem Leben alles danken können, dann kommt bestimmt ein ganzer Berg zusammen“, so der Geistliche . Der Gottesdienst wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Georg Wolf mit festlicher Musik begleitet.

Bereits am Samstag war in der Volksschule eine Schnitzerwerkstatt eingerichtet worden, wo Mädchen und Buben ihre Kürbisse für den Sonntagabend kunstvoll gestalteten. Am Sonntagnachmittag spielte die Trachtenkapelle aus Igensdorf zu einem Standkonzert am Rathausvorplatz auf. Sie begeisterte ca. 300 Gäste mit böhmischer Blasmusik. Der Abend war dann ganz den Kindern mit ihren beschnitzten und mit einer Kerze beleuchteten Kürbissen vorbehalten. Wiesenttals Bürgermeister Marco Trautner brach in seinem Grußwort einmal mehr eine Lanze für die heimische Landwirtschaft. „Es ist durchaus nicht selbstverständlich, jeden Tag frische Lebensmittel auf dem Tisch zu haben. Dafür sorgen auch unsere heimischen Bauern .Wir können uns gegenseitig unterstützen, indem wir vor Ort einkaufen und regionale Lebensmittel bevorzugen“, so seine Worte.

Am lodernden Erntefeuer sprach Dekan Günther Werner Worte zum Erntedank . Das tägliche Brot sei eben nicht alltäglich, denn es komme aus Gottes Schöpfung. Dafür sollten wir nicht nur heute, sondern täglich dankbar sein. Der Geistliche wünschte sich, dass nach Corona-Zeiten wieder mehr Menschen in die Kirche kommen, „wo wir dann gemeinsam feiern können“. hl