Singen ist laut dem Fränkischen Sängerbund ( FSB ) wieder im Aufwind, aber es fehlen zunehmend Chorleiterinnen und Chorleiter . Mit einem neuartigen Seminarkonzept will der FSB dem offenkundigen Mangel begegnen.

„Unsere Basisseminare führen langsam und in sicheren Schritten an diese wunderschöne Aufgabe heran“, erklärt Andrea Kaschel, Kreischorleiterin Erlangen/ Forchheim beim FSB . „Grundlagen der Chorarbeit “ heißt dieses Basisseminar, das an drei Tagen absolviert wird und zur „Chorleitungsassistenz“ führt.

Schritt für Schritt

„Es geht zunächst nur um ganz elementare Fähigkeiten und vor allem darum, Spaß und Freude an Chorleitung zu vermitteln“, erläutert der Bundeschorleiter Gerald Fink. Es gibt eine kleine Prüfung, aber „vor der muss keiner Angst haben“, versichert Wolfram Brüggemann, beim FSB für das Fortbildungsprogramm verantwortlich, „es geht darum, Schritt für Schritt voranzugehen“.

Wer das Basisseminar absolviert hat und weitermachen will, für den können anschließend die Chorleiterseminare des FSB in Hammelburg interessant werden, an deren Ende der Titel „Staatlich anerkannte(r) Chorleiter /in“ steht. „Das ist sozusagen nach wie vor der Königstitel, doch wer erst einmal hineinschnuppern will in die Aufgabe, für den ist das FSB-Basisseminar bestens geeignet“, erklärt Brüggemann.

Vor Corona hatte der FSB schon erstmals ein Basisseminar angeboten. 2019 durften sich am Ende 48 Sängerinnen und Sänger „Chorleitungsassistenz“ nennen. Die Seminare finden ab September dezentral in den Regionen des Sängerbundes in Franken und der nördlichen Oberpfalz statt. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.fsb-online.de oder in der FSB-Landesgeschäftsstelle, Susanne Osmani, Telefon 09561/94499.

Der Fränkische Sängerbund ist nach eigenen Angaben der mitgliederstärkste Laienmusikverband Bayerns und Mitglied im Deutschen Chorverband (DCV). Er vertritt rund 1600 Chöre und Ensembles mit 38 000 Sängerinnen und Sängern in Franken und der nördlichen Oberpfalz. Seine Mitglieder unterstützt der Verband etwa durch Übernahme der Gema-Gebühren und Versicherungen. Er fördert die musikalische Arbeit seiner Mitgliedschöre in der Breite wie in der Spitze mit eigenen Veranstaltungen und Fortbildungen, um die Qualität des Chorgesangs zu sichern und weiterzuentwickeln.

Der FSB bekennt sich zu seiner vielfältigen Chorlandschaft und betont die Funktion seiner Vereine als Bestandteil des demokratischen Gemeinwesens. Der FSB ist federführend beteiligt an der Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens in Feuchtwangen (mit Sängermuseum), dem Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens an der Universität Würzburg sowie dem Chorzentrum Kloster Weißenohe. red