Das Grüngut, das in den Wertstoffhöfen im Landkreis Forchheim gesammelt wird, wird auf der Kompostierungsanlage am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg zu verkaufsfertigem und zertifiziertem Kompost. Dabei muss das Grüngut mehrmals mit Spezialmaschinen gehäckselt und gesiebt werden, wie das Landratsamt Forchheim mitteilte.

Darüber hinaus müssen die Kompostmieten mehrfach mit einem Radlader umgeschichtet werden. Für die Kompostherstellung werden nur sortenreine Grünabfälle verwendet.

Der Biomüll aus der Biotonne wird hierfür nicht verwendet. Dieser wird bei der Kompostierungsanlage und Biogasanlage der Firma Eichhorn in Bamberg und Strullendorf verarbeitet.

Aufgrund von Abbauprozessen durch Mikroorganismen herrschen im Inneren der Kompostmieten Temperaturen von rund 70 Grad Celsius. Mikroorganismen und Bodenlebewesen wandeln das Grüngut in Kompost um. Dieser Prozess dauert mindestens 20 Wochen. Durch regelmäßiges Umsetzen wird der gesamte Kompost hygienisiert, wobei keimfähige Samen wie Unkraut abgetötet werden.

Der Kompost wird regelmäßig beprobt und analysiert. Die neuesten Analysen hängen an der Kompostierungsanlage aus und können zu den Öffnungszeiten eingesehen werden.

Jährlich werden rund 3000 Tonnen verkaufsfertiger Kompost hergestellt. Die hervorragende Qualität und der hohe Produktstandard wird seit nunmehr 20 Jahren durch das „RAL-Gütezeichen Kompost“ der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. bestätigt. Dies umfasst die hygienische Unbedenklichkeit, den Rottegrad sowie Eigenschaften, Inhaltsstoffe, Düngewerte und Nährstoffgehalte.

Der Kompost hält laut Landratsamt die Vorgaben von Bioland/Naturland ein und kann entsprechend eingesetzt werden. Der Kompost kann am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg käuflich erworben werden. Dabei wird er lose und somit nicht abgepackt verkauft, wobei Anhänger mit dem Radlader beladen werden können.

Kosten und Gebühren

Durch den Betrieb der Wertstoffhöfe, den Transport zur Kompostierungsanlage sowie die Arbeit während der Kompostierung entstehen Kosten. Durch die eigene Kompostierung des Grünguts und den Verkauf des Komposts können die Grüngut-Entsorgungskosten minimiert werden. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Abfallgebühren aus.

Wird Grüngut kompostiert und anschließend als Dünger für Pflanzen eingesetzt, wird der Stoffkreislauf (Pflanze, Grüngut, Kompost, Dünger Pflanze) geschlossen. Durch die Nutzung dieses regional erzeugten Produktes muss zur Bodenverbesserung kein Kunstdünger oder Torf verwendet werden. red