Die Kreistagsfraktion der Grünen begrüßt es laut Pressemitteilung, wenn die Eisenbahnstrecke von Forchheim nach Ebermannstadt in den Fokus für Verbesserungen kommt. "Weit wichtiger als die jetzt vom bayerischen Verkehrsministerium angekündigten autonom fahrenden Züge wäre allerdings ein konsequenter 30-Minuten-Takt. Dieser wäre relativ leicht zu realisieren, wenn das Begegnungsgleis in Kirchehrenbach, das schon einmal vorhanden war, wieder eingebaut würde", meint der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Matthias Striebich.

"Das wäre allerdings nur einer von mehreren Schritten zur Attraktivitätssteigerung dieser Bahnlinie. Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Wiesenttalbahn", fordert die Ebermannstadter Kreisrätin Elli Krause. Die Grünen verweisen in diesem Zusammenhang auf ihren Antrag an den Kreistag vom Oktober 2019. Auch die Gemeinden müssten mit ins Boot geholt werden, weil auch Verbesserungen an den Haltestellen nötig seien. "Bereits in unserem Antrag an den Kreistag haben wir überdachte Fahrradabstellplätze, sichere Fuß- und Radwege zu den Haltestellen sowie eine Abstimmung der Buslinien mit dem Bahntakt gefordert", betont die Kreisrätin und klimapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag , Lisa Badum , "da nur mit einem attraktiven ÖPNV die dringend notwendige Verkehrswende zu schaffen ist" .

Noch visionär, aber durchaus denkbar sei eine Verlängerung der Wiesenttalbahn um mindestens eine Station über Ebermannstadt hinaus. "Die Gleise sind ja da. Deswegen könnte ein Knotenpunkt zum Umstieg von Pendlern auf die Bahn östlich von Ebermannstadt alle Gemeinden Richtung Forchheim vom Individualverkehr entlasten", blickt Kreisrat Karl Waldmann nach vorne, der die Gemeinden und den Landkreis Forchheim zu mehr Engagement für die Wiesenttalbahn auffordert, weil diese Strecke in Zukunft ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Menschen im östlichen Landkreis sein werde. red