„ Frauen können alles – bewegen“. Dieser Slogan bündelt fünf Botschaften, mit denen sich der Katholische Deutsche Frauenbund ( KDFB ) in den nächsten Monaten auseinandersetzen wird. Er prägte auch die Delegiertenversammlung im Bamberger Bistumshaus St. Otto.

Viel bewegt haben, in selbstlosem Engagement für die Interessen von Frauen in Kirche und Gesellschaft, die Führungskräfte aus den KDFB-Zweigvereinen Baiersdorf, Erlangen-Büchenbach, Forchheim St. Anna, Heroldsbach, Höchstadt/Aisch, Litzendorf und Stadtsteinach. Claudia Dworazik, KDFB-Diözesanvorsitzende, dankte ihnen und zeichnete sie im Namen des Verbandes mit der Kunigundenbrosche aus.

Inhaltlich befasste sich die größte Frauenvereinigung in der Erzdiözese Bamberg mit der Bundeskampagne des Verbandes. Beate Angele stellte deren Aufbau sowie Grundlagen und Ziele vor. Sogenannte Kampagnenbotschaften sind Frauensolidarität, Verantwortung, Glaube, Lohngerechtigkeit und Weihe. Mitglieder des Diözesanvorstandes stellten jeweils eine Botschaft in den Mittelpunkt.

So informierte Claudia Dworazik über das Familienpflegewerk mit einer Station in der Region Bamberg , das eine große Hilfe in vielfältigen Situationen, wie Erkrankung, Krankenhausaufenthalt, schwierige Familiensituationen, Kur- oder Reha-Aufenthalt, sein kann. Die Mitarbeiterinnen sind auch bei Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie der Verhinderungspflege im Einsatz. Eine weitere Erfolgsgeschichte im Verband sei die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor bei der Solibrot-Aktion. Unter dem Motto „Backen. Teilen. Gutes tun“ wurden trotz der Corona-Einschränkungen bundesweit 94 097 Euro für Frauenprojekte in Asien, Afrika und Südamerika gesammelt.

„Für mich. Für dich. Fürs Klima.“ – Wie wollen wir leben? Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat diese Frage für viele an Bedeutung gewonnen. Mit der Aktion gehen die Mitglieder neue Schritte, setzen erste Zeichen hin zu einer ökologischeren Gesellschaft. Beate Angele zeigte auf, dass klimafreundliches Verhalten einfach umsetzbar ist, gemeinsam mit anderen Frauen Spaß macht und Ausdruck unserer Verantwortung für eine lebenswerte und zukunftsfähige Welt ist.

Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Das soll sich dringend ändern. Der Frauenbund steht für mehr Wertschätzung der Care-Berufe, so Bianka Lebküchler. Er fordert bessere Bezahlung, die Freistellung für die Zeit, in der Kinder oder Angehörige betreut werden, sowie die Anrechnung privater Care-Arbeit in der Rente.

Hat mein Leben einen tieferen Sinn? In vielen Seminaren von Andrea Stocklassa finden die Frauen eine Antwort auf diese Frage. Der Verband biete Raum, sich zu entdecken, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und Erlebnisse zu teilen. Ob beim Kräutersammeln für Mariä Himmelfahrt , bei einer Maiandacht, dem Weltgebetstag der Frauen oder pilgernd auf dem Marienweg – Frauen sind Kirche .

Das Thema „Frauenordination“ ist offenbach nicht leicht in den Zweigvereinen umzusetzen. Verantwortliche der Zweigvereine berichteten über die unterschiedlichen Einstellungen im Leitungsteam bzw. bei den Mitgliedern zur Kampagnenbotschaft „Weihe“. Nicht überall positionieren sich Verantwortliche der Pfarrgemeinde zugunsten der Frauenthematik – was die inhaltliche Arbeit im Zweigverein erschwere. Grundsätzlich war den Delegierten eine Auseinandersetzung mit der Thematik, gerade im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Kirche , sehr wichtig. Eine Referentin oder Moderatorin aus dem Diözesanverband zu sich in den Zweigverein einzuladen, sei ein hilfreiches Unterstützungsangebot, so das Resümee der Verantwortlichen.

Zu Beginn hatten Bianka Lebküchler, Gemeindereferentin , und Andrea Stocklassa, Religionslehrerin i. K., mit den Delegierten eine Wort-Gottes-Feier im Tagungsraum gefeiert.

Beate Angele gab die Ergebnisse der Briefwahl bekannt. Neben den zahlreichen Vertreterinnen für die Landesebene wurde ein Diözesanvorstand gewählt. Er besteht aus Brigitte Bechmann (Finanzen), Claudia Dworazik, Bianka Lebküchler, Elfie Sesser, Andrea Stocklassa und Andrea M. Friedrich ( Geistliche Beirätin). Fränkische Volxmusik mit „Boxgalopp“ begeisterte die Delegierten zum Schluss der Versammlung. red