Weil die Briefwähler immer mehr und die Wähler in den Wahllokalen immer weniger werden und es auch immer schwieriger wird, Wahlhelfer zu finden, hatte man sich in der Marktverwaltung bereits jetzt Gedanken über die Bundestagswahl im September gemacht mit dem Ergebnis, die bisherigen Stimmbezirke Behringersmühle und Morschreuth aufzulösen.

Längere Diskussion

Dieser Vorschlag kam bei der Mehrheit der Räte während der Marktgemeinderatssitzung am Donnerstagabend aber nicht gut an. Die rund 219 Wahlberechtigten des Stimmbezirks Morschreuth sollten dem benachbarten größeren Wahlbezirk Wichsenstein mit 510 Wahlberechtigten zugeordnet werden. Denn nur 81 Wähler aus Morschreuth und 137 aus Wichsenstein gaben ihre Stimme bei der jüngsten Kommunalwahl persönlich ab.

Im Stimmbezirk Behringersmühle, zu dem auch die Ortschaften Kohlstein, Hungenberg, Unterailsfeld, Moschendorf, Moritz und Wölm gehören, gaben nur noch 132 der insgesamt 318 Wahlberechtigten ihre Stimme persönlich im Wahllokal in Behringersmühle ab. Daher, so die Verwaltung, sei es diesen Wählern zuzumuten, künftig bis zur Schule nach Gößweinstein zu fahren. Außerdem sei zu erwarten, dass nicht nur wegen der Corona-Pandemie die Anzahl der Briefwähler immer weiter steigt.

Am Ende formulierte Bürgermeister Zimmermann einen neuen Beschlussvorschlag. Alle bisherigen Wahllokale für die Bundestagswahl bleiben bestehen und es werden vier Briefwahlbezirke eingerichtet. Dem stimmten alle zu.