Ein eher unscheinbarer Tagesordnungspunkt im Gemeinderat Unterleinleiter war die Umnutzung einer Scheune in Dürrbrunn zu einer Hackschnitzelanlage. Den Antrag hatte Dritter Bürgermeister Ewald Rascher (FWG) gestellt. Gegründet hat sich dafür inzwischen eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, die sich „Heizgemeinschaft Lange Meile“ nennt und der inzwischen zehn Hausbesitzer angehören. Sie wollen künftig ihre Wohnhäuser mit einer gemeinsamen Hackschnitzelheizung per Wärmenetz beheizen mit Holz aus ihren eigenen Wäldern . Rascher betreibt bereits eine Hackschnitzelheizung für sein Haus.

Gegründet wurde die Heizgemeinschaft am 1. April mit Rascher als Geschäftsführer. Die technische Leitung hat Heizungsbauer Marco Götz inne und die kaufmännische Bankkaufmann Dietmar Ott. Laut Rascher könne der Jahresbedarf von rund 400 Kubikmetern Hackschnitzeln durch die 35 Hektar Waldfläche der Gesellschafter gedeckt werden. Die jährliche Einsparung von Heizöl für die zehn anzuschließenden Häuser liegt laut Rascher bei 18 000 Litern und der Heizpreis pro Kilowattstunde bei etwa 3,5 Cent.

Die geplante Anlage soll später noch um weitere sechs Wohnhäuser erweitert werden können und sei auf 200 Kilowatt ausbaufähig, hieß es. Einstimmig stimmten die Räte der Umnutzung von Raschers Scheune am Feldweg in Richtung Tiefenstürmig zu. tw