„Zum heil’gen Veit von Staffelstein komm ich emporgestiegen und seh‘ die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen“, dichtete einst Joseph Victor von Scheffel im Sommer des Jahres 1859. Das Gedicht ist heute als „Lied der Franken“ weithin bekannt. Den Spuren des großen Dichters, dem heute noch in Gößweinstein ein Denkmal und gegenüberliegend im gleichnamigen Scheffel-Gasthof die Scheffel-Stube gewidmet sind, folgte auch die Pfarrgemeinde „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Gößweinstein “ bei ihrer Fußwallfahrt nach Vierzehnheiligen .

Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte die Wallfahrt allerdings nur in einem kleineren Rahmen stattfinden. Wallfahrtsführer Georg Schäffner hatte deshalb zu einer „Miniwallfahrt“ von Ützing nach Vierzehnheiligen und zurück eingeladen. Dankbar wurde die Einladung von einer stattlichen Anzahl von Gläubigen angenommen. Versehen mit dem Reisesegen durch den früheren Ebermannstadter Dekan und Pfarrer Hans Hübner startete die Wallfahrt von der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Ützing.

Unter den Klängen der „Gößweinsteiner Wallfahrtsblasmusik“, zu der sich viele junge Bläser gesellten, wurde der „mäßig steile Anstieg“ zum Staffelberg in Angriff genommen. Nach dem herrlichen Blick über „die Lande um den Main“ erklang das Frankenlied. Durch Wald und Flur des fränkischen Landes am Obermain ging es mit Gebet und Gesang nach Vierzehnheiligen .

Den Wallfahrtsgottesdienst zelebrierte Gößweinsteins Pfarrer Pater Ludwig Mazur. Die Lesung und die Fürbitten trug Kirchenpfleger Georg Lang vor. Am Ende des Gottesdienstes ehrte Wallfahrtsseelsorger Pater Johannes Thum Christine Müller und Wolfgang Singer für jeweils 25 Wallfahrten in den Gnadenort Vierzehnheiligen .

Nach der Rückkehr über den „alten Staffelberg “ nach Ützing empfing Pfarrer Hübner die Wallfahrt und entließ die Gläubigen mit dem Schlusssegen in den Alltag. Unter großem Applaus dankte Thorsten Grellner dem Wallfahrtsführer Georg Schäffner für die Vorbereitung und Durchführung der bestens gelungenen Wallfahrt .