Wie schon im vergangenen Jahr fand die Vertriebenenwallfahrt in der Wallfahrtsbasilika Heilige Dreifaltigkeit in Gößweinstein statt. Der Vertriebenenseelsorger der Erzdiözese Bamberg , Monsignore Herbert Hautmann, und die stellvertretende Landesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Bezirksvorsitzende von Oberfranken, Margaretha Michel, hatten dazu eingeladen.

Nachdem diese Wallfahrt immer in Vierzehnheiligen stattfand, hat sich im vergangenen Jahr der Wohnort des Geistlichen Herbert Hautmann bewährt, zumal es hier auch einen Bezug zu Vierzehnheiligen gibt: Denn dem Egerer Baumeister Johann Balthasar Neumann , einem der bedeutendsten Baumeister des Barocks und des Rokokos in Süddeutschland, verdanken sowohl die Orte Vierzehnheiligen als auch Gößweinstein ihre einzigartigen Gotteshäuser.

Als Hauptzelebranten hatte Monsignore Herbert Hautmann den aus dem Banat stammenden ehemaligen Pfarrer von Münchberg und später Bayreuth, Monsignore Andreas Straub, eingeladen, worüber sich die Gruppe der Banater Donauschwaben, die angereist war, besonders freute.

In einer Prozession, bestehend aus Fahnen- und Trachtenabordnungen unter anderem von Sudetendeutschen, Schlesiern, Donauschwaben, Gruppierungen der „Egerländer Gmoi“ aus Nürnberg und Forchheim zogen die Gläubigen mit den beiden Seelsorgern in die Basilika ein. Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom ehemaligen Regionalkantor Georg Schäffner an der Orgel und von der aus Schlesien stammenden Sängerin Hildegunt Kirschner umrahmt. Als Volksgesang wurde aus dem Liederbüchlein, das Monsignore Herbert Hautmann erstellt hatte, mit großer Inbrunst die bei den Heimatvertriebenen sehr beliebte Franz-Schubert-Messe gesungen.

Am Ende des Gottesdienstes sprach Margaretha Michel ein Grußwort. Sie bedankte sich insbesondere beim stellvertretenden Vorsitzenden der Donauschwaben und Ehrenvorsitzenden der Heimat-Ortsgemeinschaft Josef Lutz, der den Lektorendienst übernommen hatte.

Schließlich nahm die stellvertretende Bezirksvorsitzende drei Ehrungen vor. Horst Müller aus Coburg stammt aus Warnsdorf im Schlukenauer Zipfel. Er hatte in der Sudetendeutschen Landsmannschaft verschiedenste Funktionen. Reinhilde Stadelmann, geboren in Brünn, hat seit 21 Jahren den Vorsitz im Heimatwerk Nordböhmen inne und wird maßgeblich von ihrem Ehemann Hans Leonhard, geboren in Eltersdorf bei Ansbach, unterstützt. Für ihr unermüdliches Engagement wurden diese drei mit der Medaille und Urkunde für „Dank und Anerkennung“ der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet. red