Unter Leitung des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Mönius fand die 73. ordentliche Mitgliederversammlung der Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim (WVG) im Haus der Wohnungswirtschaft statt.

Dabei konnte die Genossenschaft laut Pressemitteilung zunächst auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken. Trotz der Pandemie erwirtschaftete das Unternehmen einen Bilanzgewinn in Höhe von 114.300 Euro, welcher nach Beschluss der Versammlung in die Rücklagen eingestellt wird.

Die weiterhin anhaltend starke Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum hat dazu geführt, dass nahezu kein Leerstand bei den 558 Wohnungen der Genossenschaft zu verzeichnen war. Der Bestand verringerte sich durch den Abbruch in der Paul-Keller-Straße um zwölf Einheiten.

Im Prüfungsbericht des VDW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen ) spiegele sich diese positive Tendenz wider, so dass geordnete Verhältnisse in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bescheinigt werden konnten. Ebenso konnte festgestellt werden, dass Vorstand und Aufsichtsrat ihren gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen nachgekommen seien, so dass die Versammlung den Gremien einstimmig die Entlastung erteilte.

Im Geschäftsbericht, welcher vom Vorstand Wolfgang Bonengel vorgetragen wurde, erfolgte auch ein Ausblick in die künftigen Projekte der Genossenschaft . Schwerpunkt ist der Ersatzneubau von insgesamt 30 Wohneinheiten in der Paul-Keller-Straße. Der Krieg in der Ukraine werde jedoch zu stark steigenden Energiepreisen und somit zu einer enormen Belastung für die Mieter der Genossenschaft führen. Zudem würden steigende Zinsen und Baupreise die Finanzierung von Neubauten und Modernisierungen erheblich erschweren. Der von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarte Neubau von 400.000 Wohnungen im Jahr, davon 100.000 geförderte Wohnungen, sei daher nicht realisierbar.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat, welche unter der Leitung des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Mönius durchgeführt wurden, erfolgte die einstimmige Wiederwahl der bisherigen Aufsichtsräte Andrea Wetzel und Timo Sokol. red