Der Dekan i. R. und Ehrenbürger des Marktes Wiesenttal, Manfred Erstling, ist im Alter von 86 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Manfred Erstling war von 1976 bis 1999 Pfarrer und Dekan in Muggendorf . Vor seiner Tätigkeit in Muggendorf war der 1936 in Regensburg geborene Manfred Erstling Pfarrer in Burgbernheim (1963-1976). Seinen Dienst in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern begann er 1960 als Stadtvikar in Nürnberg-Zerzabelsdorf.

In den 23 Jahren seines Wirkens in Muggendorf war er nicht nur ein treuer Seelsorger, sondern auch Baumeister. Kein Wunder, denn der spätere Pfarrer wollte eigentlich Architekt werden. In die Zeit fallen der Neubau eines Pfarrhauses und der Umbau des bisherigen in ein modernes Pfarr- und Dekanatszentrum. Die Laurentiuskirche bekam eine neue Orgel und einen neuen Außenanstrich, der Glockenturm eine neue Schiefereindeckung.

Zuletzt hatte sich Manfred Erstling dafür eingesetzt, dass der Markt Wiesenttal den sogenannten Pfarrgarten erwerben konnte, um darauf ein Schulhaus zu bauen. Altbürgermeister Paul Pöhlmann, der auch dem Dekanatsausschuss angehörte, lobt die außerordentlich gute Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde , dem Dekanat und der politischen Gemeinde Markt Wiesenttal. Diese habe sich auch im gemeinsamen Bemühen um den Erhalt des Dekanatssitzes in Muggendorf wiedergefunden.

Die Regionalbischöfin Dorothea Greiner würdigt den Verstorbenen: „Manfred Erstling war als leidenschaftlicher Prediger und gewissenhafter Seelsorger nahe bei den Menschen; die Begleitung der Landgemeinden lag ihm als Pfarrer und als Dekan besonders am Herzen. Dabei pflegte er bis ins hohe Alter sein Interesse an theologischen Fragen: Besonders in der Kirchengeschichte war er bewandert. Seine langjährige Krebskrankheit hat er mit bewundernswerter Tapferkeit und Glaubenszuversicht getragen.“

Aus seiner Ehe mit Doris gingen drei Kinder hervor. Nach der Pensionierung zog die Familie nach Wüstenstein. Hier wird Manfred Erstling auch seine letzte Ruhestätte finden. hl