Nach Bekanntgabe des Koalitionsvertrages führten der BBV-Präsident Hermann Greif, die Landes- und Bezirksbäuerin Anneliese Göller und der Bezirksdirektor Wilhelm Böhmer ein ausführliches und konstruktives Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz .

Themen dieses Gespräches waren vor allem die Situation in der Tierhaltung und der Druck durch die ausufernde Bürokratie, Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten.

Selbstversorgung steht auf Spiel

Böhmer schilderte die dramatische Situation in der Schweinehaltung . Wenn die Selbstversorgung weiterhin das Ziel sei, müssten schnell Initiativen auf den Weg gebracht und Perspektiven für die Betriebe aufgezeigt werden.

Ernährungssicherheit gefährdet

Hermann Greif und Anneliese Göller betonten die Bedeutung der Tierhaltung für die Landwirtschaft in Oberfranken. Sie sei das Rückgrat fast aller Vollerwerbsbetriebe. Weiterentwicklungen hin zu mehr Tierwohl müssten finanziert werden und dürften die Wirtschaftlichkeit nicht gefährden. Ohne Außenschutz werde man sonst den Standort Deutschland und die Ernährungssicherheit aufs Spiel setzen.

Zusätzliche Abgabelasten drohen

Dringend beibehalten müsse die Agrardiesel-Steuerrückvergütung. Sie stelle einen Teilausgleich für die Benachteiligungen im Wettbewerb zum Beispiel gegenüber Frankreich oder Polen dar. Zudem drohten ohnehin zusätzliche Abgabelasten durch den Anstieg der Festpreise für CO 2 -Zertifikate.

Produktionsflächen erhalten

Abschließend forderte Präsident Hermann Greif, das Thema „Flächenverbrauch“ ernst zu nehmen. Landwirtschaftliche Flächen würden auch in Zukunft für die Ernährung gebraucht und müssten deswegen erhalten werden. red