Das Landeskuratorium (LK) der Landwirtschaftlichen Familienberatung der Kirchen in Bayern (LFB) feierte sein 20-jähriges Bestehen. Es waren alle acht Beratungseinrichtungen aus Bayern mit ihren Leitern und zahlreiche Gäste aus Bayern auf den Feuerstein gekommen. Vor 20 Jahren fand die Gründung des jungen Vereins auf Burg Feuerstein statt.

Vorsitzender Fritz Kroder (LFB Bamberg) zog eine positive Bilanz. Es konnten in der Zeit noch einige Beratungsstellen in einigen Diözesen gegründet werden. Bayernweit hat das LK etwa 20 000 Personen beraten, mit den Angehörigen dürfte sich die Zahl auf über 30 000 Personen belaufen, sagte Kroder: „Die Landwirtschaftliche Familienberatung ist und bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Bauern und Bäuerinnen in Krisensituationen und Veränderungsprozessen auf den Höfen und Familien .“

Neben Kirchenrätin Bettina Naumann (Evangelische Landeskirche ) und Josef Mayer (Landvolkpfarrer von Bayern) war auch Hubert Bittlmayer (Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums ) gekommen. Er betonte, dass auch der Staat die wertvolle Arbeit mit 160 000 Euro im Jahr fördere. Es sei wichtig, dass hier Kirche und Staat sich um die Bäuerinnen und Bauern kümmerten, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Landesbäuerin Anneliese Göller nannte den Zusammenschluss der beiden großen Kirchen zur Familienberatung wichtig. Sie sei Anlaufstelle und leiste eine hilfreiche Arbeit für die Menschen auf den Höfen. Sie betonte die gute Zusammenarbeit und Unterstützung für die Familienberatungsstellen .

Hartmut Schneider, Bundesvorsitzender der Landwirtschaftlichen Familienberatung und des Sorgentelefons aus Hessen, erklärte, es sei wegweisend vor 20 Jahren gewesen, dass sich die Beratungseinrichtungen in Bayern zusammenschlossen. Hier stehe das LK Pate und sei Beispiel für viele Einrichtungen in Deutschland.

Kirchenrätin Betina Naumann hob die Wichtigkeit dieses Engagements für den ländliche Raum hervor. Viel Lob wurde auch für die Professionalität der Berater und Beraterinnen hervorgehoben, welche sie in einer bayernweiten eineinhalbjährigen Ausbildung erlangten.

Landvolkpfarrer Josef Mayer aus Bayern steht als geistiger Begleiter dem LK zur Verfügung und versucht über die Verbindungen zum katholischen Büro und den katholischen Bischöfen , die Arbeit der Familienberatung deutlich zu machen und warb für diesen seelsorgerlichen Dienst am Menschen.

Vorsitzender Fritz Kroder erinnerte im Rückblick daran, dass es ein schwieriger Akt gewesen sei, die Förderung 2002 mit 50 000 Euro auf den Weg zu bringen.

Das LK ist in vielen bayernweiten Organisationen vertreten wie in der Katholischen Landvolkbewegung, im Ausschuss Kirchen auf dem Land, im katholischen Büro und in den Gremien der evangelischen Kirche. Es finden auch regelmäßig Gespräche mit dem Bayerischen Bauernverband , dem Landwirtschaftsministerium und Abgeordneten aus dem Landtag statt. red