2020 haben sich die Rahmenbedingungen der Finanzdienstleistungsbranche nochmal deutlich verschärft. Neben den Herausforderungen aus dem anhaltenden Zinstief und der Regulatorik wirke laut Pressemitteilung der Sparkasse Forchheim die Corona-Krise als Beschleuniger in nahezu allen Entwicklungstrends der Kreditwirtschaft .

„Angesichts der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen freuen wir uns über das letztjährige Ergebnis“, erklärt Ewald Maier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Forchheim . Nach Abzug von Steuern und Bewertungsergebnis weist die Sparkasse einen Bilanzgewinn von 2,2 Millionen Euro aus, der zur Eigenkapitalstärkung verwendet wird. Die Bank habe 2020 in fast allen Bereichen ein solides Wachstum verzeichnet.

Bilanzsumme steigt

2020 stieg die Bilanzsumme im Jahresvergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent auf 2,26 Milliarden Euro. Das Wachstum setzt sich aus den Kundeneinlagen (im Vergleich zum Vorjahr plus 8,7 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro) und gestiegenen Krediten an Kunden zusammen. „Unsere Ausleihungen haben um 3,1 Prozent zugenommen. Die Nachfrage kam vor allem aus dem Bereich der privaten Baufinanzierung zustande“, berichtet Harald Reinsch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Forchheim .

Er führt aus: „Trotz des negativen Zinsumfelds haben unsere Kunden im Jahr 2020 deutlich mehr Geld gespart beziehungsweise pandemie-bedingt nicht ausgegeben. Der positive Trend wird durch die EZB-Geldpolitik allerdings getrübt. Umso wichtiger ist, dass wir unsere Kunden ganzheitlich beraten und nachhaltige Anlagestrategien vorschlagen.“ Neben der klassischen Beratung vor Ort in den Filialen findet die Beratung verstärkt auch telefonisch oder online statt. „Die digitale Beratung und auch das Online-Banking werden von unseren Kunden gerne genutzt, da sie wesentliche Vorteile bieten“, meint Ewald Maier. Neben der zeitlichen Flexibilität erlaube das digitale Angebot den Sparkassenkunden, Finanzgeschäfte sicher und mobil von zu Hause zu erledigen.

Nachwuchsförderung

„Als einer der größten Ausbilder vor Ort liegt uns die betriebliche Erstausbildung sehr am Herzen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Maier. „Unser oberstes Ziel ist es, möglichst alle Stellen aus den eigenen Reihen zu besetzen und so unserer regionalen Verantwortung gerecht zu werden“, ergänzt Harald Reinsch. Die Sparkasse hat rund 30 Auszubildende in drei Lehrjahren und fünf Berufsbildern. Neben den klassischen Bankkaufleuten werden Immobilienkaufleute, Kaufleute für Versicherungen und Finanzen, Kaufleute für Digitalisierungsmanagement und Kaufleute im Dialogmarketing ausgebildet.

Förderung der Heimat

Das Engagement und die Fördermaßnahmen der Sparkasse für gemeinschaftliche Anliegen reichen von Projekten in Kindergärten und Schulen über Sport-, Musik- und Kulturvereine, den freiwilligen Feuerwehren, der Unterstützung von sozialen und karitativen Einrichtungen bis hin zur Heimat- , Brauchtums- und Denkmalpflege. Im letzten Jahr förderte die Sparkasse Forchheim regionale Projekte und Anliegen nach eigenen Angaben mit rund 450 000 Euro. red