Eine Kontrolle der Verkehrssituation an der innerstädtischen Baustelle in der Nürnberger Straße durch die Polizeiinspektion Forchheim und das städtische Straßenverkehrsamt Forchheim hat zum Ergebnis, dass die Wegführung für Radfahrer dort am Donnerstag verändert wurde: Für die Zeit der Baustelle werden diese verpflichtet, ab dem Paradeplatz den stadtauswärts gesehen linken Gehweg (an der Gereonskapelle) zu nutzen – ab dem Restaurant „Curry- woschdhaus“ ist hier nun ein „reiner“ Radweg ausgeschildert, teilt die Stadt mit.

Beschwerden von Fußgängern

Vorausgegangen waren massive Beschwerden von Fußgängern , die sich in den vergangenen Wochen auf dem Fußgängerweg auf der Seite der Einzelhandelsgeschäfte massiv von Radfahrern bedrängt gefühlt hatten. Der viel frequentierte Gehsteig, der laut Straßenverkehrsordnung wie jeder Bürgersteig nicht zum Fahrradfahren zugelassen ist, wurde bisher regelmäßig auch von Fahrradfahrern benutzt.

Im Beisein von Bürgermeisterin Annette Prechtel (GL) und dem Leiter des Straßenverkehrsamtes , Roland Brütting, nahm Matthias Düthorn, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Forchheim , die Situation in der Nürnberger Straße in Augenschein und stellte fest: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt: Eine solche Rücksichtslosigkeit von manchen Fahrradfahrern gegenüber den Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, ist mir noch nicht begegnet. Sehr viele Fahrradfahrer waren an dieser Stelle nicht bereit – auch nicht auf ausdrückliche Aufforderung der uniformierten Polizei – vom Fahrrad abzusteigen. Die Polizei wurde hier mehrfach komplett ignoriert.“

Annette Prechtel betont: „Diese Baustelle stellt alle vor große Herausforderungen, besonders die Anlieger, aber auch alle, die hier durch wollen und müssen. Deswegen haben wir jetzt versucht, die Situation für die Zeit der Baustelle zu entzerren. Wir appellieren an alle, hier mehr Miteinander zu zeigen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.“ red