Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Bosco und einem anschließenden Stehempfang verabschiedeten sich zahlreiche Wegbegleiter und Gemeindemitglieder von Salesianerpater Heinz Weierstraß (SDB).

Der 66-jährige Salesianer, seit 2015 Seelsorger und leitender Pfarrer des Pfarreienverbundes Forchheim-Ost mit den Pfarreien Don Bosco, St. Anna und St. Johannes der Täufer Reuth, verlässt Forchheim nach sechs Jahren und wechselt ab 1. September in die Pfarrei zu den hl. Schutzengeln Nürnberg, wo er als Subsidiar tätig sein wird. Zudem wird er dort im Seelsorgebereich mitarbeiten.

In ihren Abschiedsworten würdigten Dekan Martin Emge und die drei Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Maria Oswald (Don Bosco), Margit Hallmann (St. Anna) und Herbert Siegert ( St. Johannes der Täufer Reuth) das Wirken des Geistlichen und des Menschen Weierstraß und dankten ihm für das gute Miteinander in den letzten sechs Jahren. „Für uns Ordensleute ist es ganz normal, dass wir immer wieder versetzt werden“, erzählte Pater Weierstraß in einem Gespräch vor seiner Verabschiedung. Er habe jedoch über einen Wechsel auch selbst nachgedacht – nach einem Herzinfarkt vor zwei Jahren. Seine Zelte breche er allerdings erst im Oktober ab. Bis dahin wird er noch in der Pfarrei Don Bosco wohnen. Ins Pfarrhaus zieht sein Nachfolger Pater Piotr Polkowski SDB ein, der ab 1. September verantwortliche Aufgaben im Seelsorgebereich Forchheim übernimmt.

Familiäre Atmosphäre

Wie Weierstraß weiter erzählte, werde er aus Forchheim viele schöne Erinnerungen mitnehmen, vor allem an die Menschen, die er hier kennengelernt und mit denen er zusammengearbeitet habe. Seine berufliche Weiterreise nach Nürnberg beginne er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen sei er voller Vorfreude auf das, was auf ihn zukomme, zum anderen werde er die vielen engagierten Leute vermissen sowie das Miteinander in einer gewissen familiären Atmosphäre. Außerdem bedauere er, dass nicht alles realisiert werden konnte. Die neue Nutzung des Jugendwerkes hätte er gerne noch abgeschlossen. Deutlich spürbar ist bei Weierstraß seine Freude an seinem Beruf. An dem er die Vielseitigkeit schätze, vor allem mit den verschiedensten Lebensläufen konfrontiert werde. Mittelpunkt seines pastoralen Wirkens sei jedoch stets die Begleitung der Jugend im Sinne des heiligen Don Bosco sowie die Kontakte zu den Familienkreisen gewesen. An die 5800 Pfarrangehörige waren während seiner Zeit zu betreuen. Daneben drei Kindergärten, die Grundschulen von St. Anna und in Reuth, ein Seniorenheim, das Klinikum und anderes. Alleine stand er zur Erfüllung seiner Aufgaben aber nicht da. Ein Ordensmitglied stand ihm zur Seite und ein Team aus Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, das er sehr wertgeschätzt habe.

Die größten Herausforderungen

Und Weierstraß erinnert an einige unvergesslich Höhepunkte wie die Gottesdienste im Kellerwald am Greifkeller und Schlößlakeller, die abgeschlossene Generalsanierung von St. Anna und die bevorstehende Neugestaltung und Renovierung der Pfarrkirche Don Bosco und des Pfarrzentrums.

Was nun seine größten Herausforderungen in den vergangenen Jahren waren? „Das waren die kirchlichen Strukturveränderungen und die Folgen der Pandemie.“ Gedanken mache er sich auch über die Kirchenaustritte von Gemeindemitgliedern.