Inmitten der Stadt Baiersdorf liegt der jüdische Friedhof . Dieser war seit Jahrhunderten als Bezirksfriedhof eine Ruhestätte auch für die Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Forchheim. Deshalb hat die Stadt Baiersdorf laut einer Pressemitteilung der Stadt Forchheim einen Zuschuss von 7500 Euro zum Erstellen der zwanzigseitigen Dokumentationsbroschüre „ Jüdischer Friedhof Baiersdorf “ erhalten. Diese ist kürzlich erschienen.

Die neue Broschüre war Anlass für einen Besuch der Forchheimer Bürgermeisterin Annette Prechtel (Grüne), 22 Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse des Forchheimer Ehrenbürg-Gymnasiums mit Lehrerin Kerstin Meyer und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Forchheim auf dem jüdischen Friedhof . „Die Broschüre „ Jüdischer Friedhof Baiersdorf “ wurde erstellt, um Geschichte aufzubereiten und zu bewahren“, erklärte Bürgermeisterin Prechtel vor Ort das finanzielle Engagement der Stadt Forchheim. „Jüdische Grabsteine werden aus religiösen Gründen nicht restauriert, man überlässt sie dem Verfall, die Steine versinken, die Witterung wirkt so ein, dass Inschriften abblättern“, so Prechtel weiter.

Rolf Kießling, Historiker und Experte für jüdische Geschichte in der Region, informierte die Gruppe über die heute nicht mehr existente Synagoge und führte anschließend über den Friedhof. Kießling berichtete, dass die jüdische Gemeinde in der Stadt Forchheim in vergangenen Zeiten einen Höchststand von bis zu 222 Mitgliedern erreichte. In der Stadt Baiersdorf selbst wohnten bis zu 440 Menschen jüdischen Glaubens . Der Friedhof war für sie „Bet Haolam – Ort der Ewigkeit“ und strahlt auch heute noch eine besondere Atmosphäre aus.

Informationen zum jüdischen Friedhof gibt es auf jg-baiersdorf.de und histourisch.de. red