Bürgermeister Florian Kraft (FW) berichtete während der jüngsten Gemeinderatssitzung vom großen Unwetter, das vor allem den Ortsteil Oberehrenbach am Wochenende schwer getroffen hatte. Sogar die Wasserversorgungsanlage in Oberehrenbach fiel zeitweise aus und es mussten Teile der Anlage erneuert werden. Weitere Aufräumungsarbeiten durch den Bauhof ziehen sich noch hin.

Der Wasserleitungsneubau geht inzwischen gut voran. Für rund 545 000 Euro wurden ach Kanalsanierungsarbeiten vergeben.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die wesentlich günstigere LED-Technik wird vom Bayernwerk in der 27. Kalenderwoche abgeschlossen. Aus dem Schulverbandsrat der Mittelschule Kirchehrenbach berichtete Kraft, dass sich die Gesamtkosten der Schulsanierung auf rund 6,34 Millionen Euro belaufen. Abzüglich der Förderungen müssen die sechs Mitgliedsgemeinden anteilig ihrer Schülerzahl noch rund 3,5 Millionen Euro finanzieren. 349 000 Euro davon sind schon durch die geleisteten Verbandsumlagen abfinanziert.

Wenn die Anzahl der aktuell sieben Mittelschüler aus Leutenbach in den nächsten zehn Jahren gleich bleibt, muss Leutenbach in dieser Zeit 160 000 Euro zu der Schulsanierung beisteuern. Steigt oder fällt die Schülerzahl, verändert sich auch der Betrag, der jährlich neu errechnet wird.

Reinhard Weber (WVE) kritisierte, dass der Fränkische-Schweiz-Verein (FSV) noch immer keine Antwort vom Bürgermeister auf seine Anfrage zur Wiedernutzung der Heimatstube im Rathaus bekommen habe. „Ich finde das nicht in Ordnung, das man das einfach ignoriert“, so Weber, der auch auf den äußerst schlechten Zustand der WC-Anlagen im Rathaus hinwies.

Kraft sagte zu, dass sich der Bauausschuss das ansehen werde. Er betonte, dass dem nichts entgegenstehe, dass der FSV die Heimatstube wieder nutze.

Raimund Dörfler (WVE) kritisierte, dass er die Einladung zur Gemeinderatssitzung nicht rechtzeitig bekommen habe. Sie sei per Post erst am Samstag bei ihm zuhause eingegangen. Zu dieser Zeit sei er aber noch in Italien in Urlaub gewesen. Als er von der Sitzung am Montag in Italien erfuhr, brach er seinen Urlaub ab, um rechtzeitig zur Sitzung zu kommen. „Es war gar nicht so einfach, auf die Schnelle in Italien einen negativen Coronatest zu bekommen, und dann stand ich auch noch sieben Stunden am Benner im Stau“, so Dörfler. In anderen Gemeinden sei die Ladungsfrist länger als drei Tage, so Dörfler, der das auch in Leutenbach nun geändert haben wolle. Außerdem sei die Post oft unzuverlässig.

Doppelt schicken

Kraft sagte zu, dass die nächste Ladung früher rausgeht, was allerdings den Nachteil habe, dass kurzfristig eingereichte Bauanträge dann erst in der übernächsten Sitzung behandelt werden können. Außerdem soll die Einladung künftig zusätzlich per E-Mail rausgehen.