Der Gemeinderat Dormitz befasste sich erneut mit der Altortsanierung. Bereits 2016 beschloss das Gremium die Entwicklung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts.

Dabei wurde ein Bereich im Ortskern ermittelt, in dem sich die meisten sanierungsbedürftigen Gebäude befanden, mit der Folge, dass die Gemeinde dafür eine Gestaltungsrichtlinie für das Sanierungsgebiet beschloss. Diese musste durch eine Novellierung für Sanierungssatzungen, die vor 2007 bestanden, bis Ende Dezember 2021 aufgehoben werden. Ziel der neuen Baugesetze war es, Sanierungen zügig durchzuführen.

Da weiterhin großer Sanierungsbedarf besteht, sah sich die Gemeinde veranlasst, eine neue Sanierungssatzung mit Rechtssicherheit zu erlassen. Hierzu hatte das Planungsbüro eine Stellungnahme abgegeben. So bildet der Verlauf der Frankenstraße als historische Grenze des Altorts die westliche Abgrenzung. Im südwestlichen Abschnitt entfällt der Bereich der baulich neu gestalteten Brauereistraße, da dort die Sanierungsziele bereits erreicht sind. Die Fläche südlich des Bauhofs beim Brandbach wurde aufgenommen, um den Lückenschluss im Fußwegenetz sowie eine Brücke am Steinwehr zu erstellen.

Das 14,78 Hektar umfassende Sanierungsgebiet erhält die Kennzeichnung „Altort von Klein- und Großdormitz“. Die Sanierungen sollen in den nächsten 15 Jahren erfolgen. Dem stimmten die Räte einhellig zu.

Teilweise unter Denkmalschutz

Die überwiegende Anzahl der teilweise auch denkmalgeschützten Gebäude befindet sich in privater Hand. Ein ganz wesentlicher Beitrag zum Erfolg der Sanierung liegt deshalb in der Hand von Privatbesitzern. Die Satzung soll dabei eine rechtliche Handhabe bilden, um ortsbildschädliche Bauvorhaben zu unterbinden und den Bürgern eine Empfehlung zur Gestaltung ihrer Gebäude an die Hand zu geben, bestätigte Bürgermeister Holger Bezold (FW).

Das Gremium stimmte der Gestaltungssatzung mit Festsetzungen zur Ortsbilderhaltung mit 7:5 Stimmen zu. Damit wurden die Voraussetzungen für das Sanierungsgebiet geschaffen.