Eigentlich wollte die Gemeinde Kunreuth den Kanal sanieren, in Synergie mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Weingarts . Dazu wurden erarbeitete Lösungen wieder verworfen, weil es zunächst hieß, es müsse schnell gehen. Lösungen mussten neu geplant werden, auch hinsichtlich der hohen Kosten für die Entsorgung des belasteten Asphalts. Bürgermeister Ernst Strian ( Demokratie ) sollte sich mit dem staatlichen Straßenbauamt nochmals in Verbindung setzen.

Der Bürgermeister hat seine Hausaufgaben erledigt. Nun sieht das anders aus. „Die Sanierung der Ortsdurfahrt wird wohl aufgrund fehlender Mittel kurzfristig nicht in Angriff genommen“, sagt Strian. Das Straßenbauamt gab drei Jahre als Zeitrahmen an. Denn Straßenzustände wie in Weingarts gebe es überall in Bayern. Nun werde zunächst eine Zustandsanalyse der Straßen stattfinden, diese dann in Prioritäten eingeteilt und dann die Gelder für die Straßen verteilt.

Sollte die Verkehrssicherheit gefährdet sein, gebe es eine kosmetische Korrektur. Diese fände minimalinvasiv statt, heißt, der PAC-haltige Unterbau werde nicht berührt.

Auch die Verkehrszählung werde heuer durchgeführt.Für Kunreuth bedeutet das laut Strian: „Die Planungsvariante 4, die schnelle, aber ausführliche Lösung ist nicht möglich.“ Die Gemeinde könne nun vom tiefsten Punkt aus sanieren und aufbauen und Oberflächenwasser auffangen.