Eines der ältesten Burker Flurdenkmale, der spätmittelalterliche Kreuzstein am Fuße des Schellenbergs, konnte nach schwerer Beschädigung restauriert und an seinem bisherigen Standort an der alten Straße nach Heroldsbach wieder aufgestellt werden. Der Schaden wurde durch den renommierten Flurdenkmal-Forscher Werner Rühl aus Hallerndorf bemerkt und dem Stadtheimatpfleger Dieter George gemeldet, schreibt Letzterer in einem Pressebericht. Nach Bergung der Bruchstücke durch Heinz Söhnlein vom Heimatverein Forchheim habe das für den Denkmalschutz zuständige Stadtbauamt die Wiederherstellung bei der Firma Zenk (Hausen) in Auftrag gegeben.

Der örtlichen Überlieferung zufolge wurde die Stiftung und Aufstellung des Kreuzsteins vor mehr als sechs Jahrhunderten durch eine Familientragödie veranlasst, schreibt George: Im Streit auf offenem Feld habe ein Bauer seinen Sohn erschlagen, woraufhin die Familie den Stein als Sühnezeichen errichtet habe. Natürlich trage das Denkmal durch Erosion und Verwitterung die Spuren seines hohen Alters, doch sei auf einer Seite das Kreuz noch wahrnehmbar. Der Zerstörung habe kein Vandalismus, sondern ein Versehen bei Grünarbeiten des Straßenbauamtes zugrunde gelegen. Ungeachtet dessen trage die Stadt Forchheim vor dem Hintergrund des Burker Ortsjubiläums (900 Jahre) die Kosten der Wiederherstellung. red