Auf Einladung der Gesundheitsregion Plus kamen kürzlich im Berufsschulzentrum Forchheim die Mitglieder der Arbeitsgruppe Krisendienst zu ihrer vierten Sitzung zusammen. Hauptthema war der Austausch zu den Erfahrungen der ersten sechs Monate des Krisendienstes Oberfranken. Als Gäste geladen waren Katrin Strohhöfer, die Leiterin des Krisendienstes Oberfranken , und Martin Schuster, Gebietskoordination und Abend-Wochenend-Feiertags-Dienste. Beide stellten gemeinsam die implementierte Struktur und die ersten Ergebnisse des Krisendienstes Oberfranken vor, der zum 11. Januar mit reduzierten Öffnungszeiten gestartet war.

In den Anfangsmonaten seien durch die Einsätze des Krisendienstes nachweislich Zwangseinweisungen verhindert worden, erklärten die Verantwortlichen. Bei der Weiterbehandlung beobachteten sie, dass die Kapazitäten von Psychiatrischen Institutsambulanzen, Psychiatern und Psychotherapeuten im Landkreis unzureichend seien. Das führe zu langen Überbrückungsphasen. Regionale Lösungen seien nötig. Derzeit ist ein Sitz für einen Psychiater ausgeschrieben.

Telefonische Krisenberatung

Seit dem 1. Juli ist der Krisendienst Oberfranken zu erweiterten Öffnungszeiten rund um die Uhr erreichbar: Unter der Nummer 0800/655-3000 kann sich jeder beraten lassen, der eine persönliche Krise durchlebt. Bei Bedarf kommt ein mobiles Team in der Zeit von 9 bis 24 Uhr.

Die Gesundheitsregion Plus ist ein vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Weitere Auskünfte gibt es bei Bärbel Matiaske unter der Telefonnummer 09191/863510. red