Der für den Kindergartenbau verantwortliche Architekt Norbert Siewertsen gab dem Gemeinderat Poxdorf einen Sachstandsbericht. „Es läuft richtig gut“, lautete sein Fazit. Bisher sei der Fertigstellungstermin im Dezember gesichert. Trotz eines Mangels an Baustoffen liege das Vorhaben im Zeitplan.

Die Rohinstallationen (sämtliche Leitungen für Heizung, Sanitär und Elektro, die unter Putz beziehungsweise Estrich verlegt werden müssen; die Red.) sind laut Siewertsen komplett erfolgt. Im Sanitärbereich stünden die Vorwände.

Anschluss an Heizung der Schule

Das Gebäude sei inzwischen mit einer Fernwärmeleitung an die Heizung der Schule angeschlossen worden, die mit Pellets betrieben werde. Die Leitung habe zwar 40 000 Euro gekostet, eine eigene Heizung mit den dazu nötigen Räumen wäre aber auf rund 100 000 Euro gekommen, erläuterte der Planer.

Nächste Woche beginne das Aufbringen des Estrichs. Damit er gut trocknet, gebe es einen Testlauf der Heizung. Die Fliesenleger hätten einen pünktlichen Gewerkstart zugesagt; das Material für die abgehängten Decken solle rechtzeitig geliefert werden.

Probleme beim Dach

Allerdings verschiebe sich der Beginn der Arbeiten für die Außenanlagen. Die bestellten Granitrabatten könnten erst im September geliefert werden. Mit örtlichen Baumschulen seien schon Gespräche geführt worden, damit die Außenanlagen als eine Art Obstgarten gestaltet werden können.

Ein Problem gebe es beim Dach: Die aufgebrachten Abdichtungsschichten seien wellig gewesen, was laut Siewertsen auch dem Hersteller merkwürdig erschienen sei. Die obere Lage sei mit der unteren nicht sicher verklebt, habe auch ein Sachverständiger festgestellt. Siewertsen betonte, dass dieser Mangel keinen Einfluss auf die Dichtigkeit habe, aber auf die Windstabilität. Deshalb solle entweder eine dritte Lage oder eine Kiesschicht aufgebracht werden. Die vorgesehene Photovoltaikanlage werde dadurch nicht beeinträchtigt.

Hundesteuer wurde erhöht

Einstimmig beschloss der Rat eine neue Hundesteuersatzung, die ab 2022 gilt. Die Gebühren wurden um je 20 Euro erhöht. So kostet der erste Hund nun 60 Euro, der zweite 80 und alle weiteren jeweils 90 Euro. Die Steuer für sogenannte Kampfhunde bleibt bei 1000 Euro.

Bau von 18 Wohnungen

Im Winkel zwischen Baiersdorfer Straße, einer Kreisstraße und der Schulstraße befindet sich ein ehemaliger Gewerbebetrieb . Dort will ein Bauwerber ein zweistöckiges Gebäude mit 18 Wohnungen errichten. Zu seiner Bauvoranfrage für zwei Baukörper stellte ihm der Gemeinderat seine Zustimmung in Aussicht. Nach der überarbeiteten Stellplatzsatzung der Kommune muss der Bauherr insgesamt 36 Stellplätze auf dem Grundstück nachweisen.

Auch diesmal war man einhellig für das Vorhaben. Nur wegen der Zu- und Abfahrt gab es Diskussionsbedarf, weil besonders in den Morgenstunden viel Verkehr durch die nahe gelegene Schule und den neuen Kindergarten entsteht und das bisherige Gelände des Kindergartens mit Wohngebäuden bebaut werden soll.

Der Gemeinderat erteilte zwar seine Zustimmung, regte aber gleichzeitig beim Landratsamt an, dass eine direkte Zufahrt über die Baiersdorfer Straße ermöglicht werden solle. Alternativ sollten Zu- und Abfahrt auf die beiden Straßen aufgeteilt werden.