Eigentlich hätte der Posaunenchor Mugendorf im vorigen Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern können: Denn an Pfingsten 1970 trat der Chor zum ersten Mal in der Laurentius-Kirche in Muggendorf auf. Die Bläser möchten ihr rundes Jubiläum heuer feiern. Das ist am Sonntag im Rahmen des Pfingstgottesdienstes geplant.

Die Kirchengemeinde lädt dazu in den Garten des Gasthofes „Zur Wolfschlucht“ ein, weil die Abstandsregeln im Freien besser eingehalten werden können. Geplanter Beginn ist um 9.30 Uhr. Chor und Gemeinde erhoffen sich freundliches Pfingstwetter. Ansonsten müsste der Gottesdienst in die Kirche verlegt und die Jubiläumsfeier noch einmal um eine Woche verschoben werden. Was auf jeden Fall stattfindet, ist um 8 Uhr ein „Morgenblasen“ auf dem Friedhof.

Der Posaunenchor wurde auf Anregung des damaligen Muggendorfer Pfarrers und Dekans, Kurt Hötzel, gegründet. Die musikalische Leitung hatte Diakon Hans Wagner . Georg Regus übernahm den Posten des Vorsitzenden. Die ersten Bläser waren Walter Sacher, Hermann Seybert, Hermann Sebald, Erhard Endres, Georg Distler, Ulrich Wunder, Engelhardsberg, zwei Mal Hans Messingschlager, Georg Messingschlager, Wölm, Georg Regus, Neudorf, Kurt Distler, Muggendorf . Als Hans Wagner 1976 plötzlich verstarb, übernahm Georg Wolf aus Kanndorf die Chorleitung , nachdem er schon eine überörtliche Bläserschulung absolviert hatte. Der „Jonny“ ist heute noch, nach 45 Jahren, der Dirigent und Ausbilder von Jungbläsern. Christian Daut folgte Georg Regus 1996 auf dem Vorstandsposten. Er hat das Amt 18 Jahre lang begleitet.

Der Jubelchor hat zur Zeit 21 Aktive, gemischt aus männlichen und weiblichen Mitgliedern. Gespielt wird auf der Trompete, dem Flügelhorn, dem Waldhorn , dem Tenorhorn, der Zugposaune und der Tuba . Peter Fecher, seit 2014 der Vorsitzende, plagen zwar keine allzu großen Nachwuchssorgen, es seien jedoch neue Chormitglieder stets willkommen. Ausgebildete Jungbläser gehen dem Chor beim Eintritt in das Berufsleben und damit oft bedingtem Wegzug wieder verloren. Das Repertoire des Muggendorfer Posaunenchores reicht vom Choral bis zur modernen Kirchenmusik. Bei weltlichen Anlässen erklingen Volkslieder oder auch Märsche und Walzer, denn es gibt in der Kirchengemeinde keine eigene Blaskapelle. Die Chorproben seien zur Zeit corona-bedingt sehr eingeschränkt, berichtet Peter Fecher. Das gelte auch für die öffentlichen Auftritte. Der Vorsitzende hofft deshalb, dass sich die Reihen bei den Aktiven nach der Corona-Krise wieder enger schließen.