Urnenbestattun-

gen werden immer beliebter. In Weißenohe gibt es nun zu den üblichen Urnenerdbestattungen eine Zwischenform, jedoch ohne Grabschmuck und der anonymen Bestattung in einem Waldfriedhof : die Urnengrabfeldanlage. Diese wurde nun in einer feierlichen Feier eingeweiht.

Der Trend zu den Urnenbestattungen war schon zu Rudolf Brauns Anfangsjahren als Bürgermeister vor 25 Jahren in den Städten erkennbar. Zu der Zeit bat die katholische Kirchengemeinde darum, einen dritten Friedhof in den Flächennutzungsplan einzuarbeiten. Die Belegung der Gräber sprach dafür. Doch Braun erzählte von dem Trend und nannte auch die Erdhülsen. „Ich habe mich gefreut, dass es so aufgenommen wurde“, meint Braun. In sogenannte Erdhülsen werden die Urnen unter die Erde befördert.

Von außen sieht das Urnengrabfeld wie eine Rasenfläche mit Trittsteinen aus. 20 dieser Trittsteine sind auf der Fläche sichtbar. Jeder Bronzedeckel steht für eine Erdhülse. Insgesamt 48 Urnen können in der neuen Anlage beigesetzt werden. Um die Kosten niedrig zu halten, legte die Kirchengemeinde selbst Hand an. Birgit Maußner und Karlheinz Burkhardt von der Kirchenverwaltung führten die Planungen und Vermessungen der Urnenhülsen aus. Ein Erdlochbohrer aus Igensdorf wurde besorgt, die Löcher gebohrt, ein Schotterbett eingefüllt und die Urnenhülsen eingesetzt. Eliodor Bischof und Gregor Mirsberger halfen, das Feld einzuebnen und anzusäen.

Für diesen Einsatz dankte Pfarrer Hornung und überreichte ein kleines Präsent. Immerhin konnten so die Kosten auf 16 000 Euro gedrückt werden. Die Gemeinde übernahm ein Drittel davon. In individueller Beschriftung werden auf den Bronzedeckeln die Namen der Verstorbenen angebracht. Nur mit Blumen können die Urnengräber nicht geschmückt werden.

Die Urnenhülsen sind hauptsächlich für die Menschen gedacht, deren Angehörige keine Zeit für eine Grabpflege haben, zu weit weg wohnen oder keine Angehörigen mehr haben. Natürlich gibt es auch die normalen Urnengräber und die Urnenbestattung im bestehenden Grab.

Einzig ein schmaler Baum steht in dem Urnenfeldgrab. „Als Symbol für das Leben auf Erden und das ewige Leben“, sagte Pfarrer Hornung und weihte das Urnenfeldgrab ein.