Die Ausbildung zur Pflegefachkraft besteht aus theoretischen und praktischen Unterrichtsblöcken mit Stationen im Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz, in der ambulanten Pflege und in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum am Michelsberg in Bamberg. Aufgrund der Pandemie hat sich daran einiges geändert. Andreas Schneider, Leiter der Berufsfachschule für Pflege und Vorsitzender des Ausbildungsverbunds Pflege im Landkreis, erläutert: "Eine Schule ohne Schüler ist überhaupt nicht schön, aber wir haben den theoretischen Teil auf Distanzunterricht umgestellt. Wir gehen über E-Mail, persönliche Telefonsprechstunden und wir verwenden die Wissensplattform CNE (englische Abkürzung für Certified Nursing Education)."

Zertifikate zuhause erwerben

Dies sei ein internetgestütztes Angebot des Thieme-Verlags. Auf dieser Plattform mit Videos und Demonstrationen können Lerneinheiten bearbeitet werden, die Schüler können ihre Zertifikate zuhause erwerben. "Sie absolvieren Tests zu Themen, die wir vorgeben und dann auch nachbesprechen. In diesem Dreiklang aus E-Mail, Telefon und Internet fahren wir bis jetzt recht gut", sagt Schneider.

Theresa Ackermann ist im dritten Ausbildungsjahr zur Gesundheits- und Krankenpflegerin . Im Moment ist die 19-Jährige in Ebermannstadt im ambulanten Pflegedienst tätig: "Ich finde, dass sich abgesehen von der Maskenpflicht gar nicht so viel geändert hat. Auf Station wird so viel gelernt wie immer." Lediglich auf der Intensivstation bestehe wegen der Covid-19-Patienten eine Ausnahmesituation. "Am Standort Ebermannstadt werde ich sehr oft mit dem Antigenschnelltest getestet, einmal in der Woche bekomme ich einen PCR-Test", berichtet Ackermann.

Auf die Frage, ob sie ihre Berufswahl bereut, antwortet die Heiligenstadterin: "Nein. Ich habe den Beruf von meinem Vater vermittelt bekommen, der Rettungssanitäter ist. Ich finde es faszinierend, dass man die verschiedenen Erkrankungen erkennt, Wunden sieht, etwas über Behandlungsmöglichkeiten erfährt. Auf der Intensivstation kann man den Patienten schon mit Kleinigkeiten eine Freude bereiten. Sie bedanken sich tausend Mal." Die sichtbaren Fortschritte der Personen würden den Stress überwiegen, sagt die 19-Jährige. Im Vergleich der ambulanten Pflege zu den stationären Bereichen im Krankenhaus lerne man das Umfeld kennen, wie die Patienten leben, erzählt die angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin . Bei den Hausbesuchen erfahre man viel mehr vom häuslichen Umfeld der Klienten und deren Angehörigen. Auf den Stationen im Krankenhaus hätten einige Menschen Heimweh. Ackermann geht zuversichtlich in die Prüfungen: "Mich interessiert die Chirurgie und die Gynäkologie , weil ich es interessant finde, Operationen vor- und nachzubereiten, aber auch die Wundpflege, das Wundmanagement, die verschiedenen Verbände und Phasen der Wundheilung.

Familiäres Umfeld

Die Berufsfachschule für Pflege in Forchheim findet sie klasse, "weil es hier ein familiäres Umfeld gibt. Man weiß, zu wem man bei Fragen gehen muss. In einem Kurs sind rund 20 Personen. Es ist also nicht so riesig. Innerhalb der Klasse hat man einen anderen Bezug zu Mitschülern und auch zu den anderen zwei Kursen", sagt Ackermann.

Die Schule verfügt über 60 Ausbildungsplätze. In der Klasse, die am 1. September beginnt, sind noch Plätze frei. Die dreijährige Ausbildung besteht einerseits aus dem Unterricht mit Lerneinheiten zu Gesundheits- und Krankenpflege sowie berufsbezogenen Grundlagen aus den Bereichen Medizin, Recht und Psychologie, andererseits aus den praktischen Einsätzen auf den verschiedenen Stationen im Klinikum Forchheim und Ebermannstadt ( Innere Medizin , Gynäkologie und Geburtshilfe , Intensivstation, Psychosomatik, Akutgeriatrie) und in der ambulanten Krankenpflege .

Mehr Infos zur Ausbildung gibt es unter https://www.klinikumforchheim.de/unserklinikum/berufsfachschule-2/.