Im Rahmen der Haushaltsberatung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Februar war bereits ein Antrag der CSU/JB -Fraktion auf Förderung des Ehrenamtes und der Jugendarbeit in Ebermannstadt diskutiert worden.

Die Mitglieder des Ausschusses hatten befürwortet, dass ein Euro pro Einwohner, also 7000 Euro gesamt, für dieses Thema in den Haushaltsplanentwurf 2021 eingestellt worden waren. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Leistung, die das gesamte Stadtgebiet betrifft.

Im Antrag hatte die Fraktion begründet, warum eine solche Förderung wichtig sei: "Vieles wäre in der Gestaltung unserer Kommune unmöglich, wenn sich nicht so viele Menschen ehrenamtlich engagieren würden und einen solidarischen Beitrag für die Gesellschaft leisten."

Nachwuchs fehlt

Ohne dieses freiwillige Engagement sei es unmöglich viele kulturelle, soziale oder sportliche Angebote anzubieten. "Leider ist es ein Trend der Zeit, dass zur Aufrechterhaltung des ehrenamtlichen Engagements der Nachwuchs zunehmend fehlt und deshalb schon einige Aktivitäten eingestellt oder verringert werden mussten", ist im Antrag zu lesen.

Deshalb gebe es für manche Vereine und Organisationen Probleme Menschen zu finden, die die Verantwortung übernehmen oder einfach nur anpacken und mitmachen. Mit einer Rahmenkonzeption " Ehrenamt " sollen Art und Umfang finanzieller Unterstützungsmöglichkeiten gebündelt und transparenter dargestellt werden.

Ansprechpartner von der Stadt

Außerdem soll es einen städtischen Ansprechpartner geben, an den sich Vereine wenden können, wenn sie Fragen zu Förder- oder Sachleistungen haben. In der Stadtratssitzung fasste der Fraktionssprecher der CSU/JB, Christopher Herbst, kurz die Kriterien zur Förderung zusammen. Das Ehrenamt solle auch gefördert werden, um es damit wertzuschätzen. Gefördert werden sollen gemeinnützige Organisationen und Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet. Damit sollen das Engagement in der Jugendarbeit , die Nachwuchsförderung, die Mitgliederwerbung, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen und außerordentliche Sachkosten bezuschusst werden. Es soll eine monetäre, aber auch eine ideelle Förderung durch einen Ansprechpartner in der Stadtverwaltung geben. Der Stadtrat beschloss die Umsetzung des Antrages und beauftragte die Verwaltung, eine Rahmenkonzeption zu erarbeiten und Förderrichtlinien zu erstellen.