In einer bewegenden Feier mit zwölf Geistlichen und vielen Gottesdienstbesuchern ist der neue Pfarrvikar Tobias Fehn in Effeltrich in sein Amt eingeführt worden. Der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs Neubau, Joachim Cibura, freut sich, dass Fehn hier Verantwortung übernimmt.

Tobias Fehn ist in Hirschfeld im Frankenwald aufgewachsen und hat in Würzburg, in Rom und in Heiligenkreuz bei Wien studiert. Bisher war er in der Frauenkirche und St. Elisabeth in Nürnberg im Einsatz. Kaplan war er in Herzogenaurach und in Nürnberg-Süd.

Er sei dankbar dafür, an einem Ort „dauerhaft ankommen zu dürfen“, sagte Fehn im Gespräch. Neugierig ist er auf die Fränkische Schweiz. Fehn kommt gern in der Natur zur Ruhe und kann dort Kraft tanken.

Die Sache mit dem Pferd

Nach dem Verlesen der Ernennungsurkunde sagte Dekan Domkapitular Martin Emge aus Forchheim, auch die Kirche stehe in einer Zeitenwende, in der es darauf ankomme, „Antworten zu finden, wie die Kirche zu den Menschen steht und ihnen ihre Ängste nehmen kann“. Emge sagte, Fehn bringe für sein neues Amt die Bodenständigkeit und Direktheit der Frankenwälder mit, die – einmal als Freunde gewonnen – sehr treu seien. Emge zeigte sich zuversichtlich, dass Fehn sich nicht ins Pfarrhaus zurückziehen, sondern unter die Leute gehen werde. „Und das bedeutet in Effeltrich auch „rauf aufs Pferd“ beim jährlichen Georgi-Ritt.

Fehn sagte, er sei überwältigt und sehr erfreut. Zum Evangelium vom verlorenen Schaf und verlorenen Sohn (Lk 15, 1-32) sagte er, Gott gehe den Verlorenen nach, er gebe keinen auf. Am wichtigsten sei ihm die Erfahrung von der Macht der Liebe Gottes. Es sei „eine große Freude, für die Menschen da zu sein, damit sie Gottes Liebe entdecken und sich gemeinsam von Gott finden finden lassen und Antwort finden in allen Lebensbereichen, jeden Tag aufs Neue“.

Rose für Geborgenheit

Stellvertretend für die Pfarrgemeinderäte überreichten Anna Wagner aus Poxdorf und Heidi Dittrich aus Effeltrich je eine Rose für Geborgenheit, Mut, Lachen und Fröhlichkeit, Kraft, Lob und Anerkennung, Miteinander und Glauben.

Bürgermeister Peter Lepper hieß Fehn herzlich willkommen und überreichte Gutscheine für die vier Gaststätten im Ort als „Einstieg in die Geselligkeit und die Gaumenfreuden von Effeltrich “. Der Bürgermeister von Poxdorf, Paul Steins , überreichte zum Kennenlernen die Festschrift der 700-Jahr-Feier von Poxdorf 2015. Für die Effeltricher Vereine wünschte Korbinian Nögel Erfolg, Durchhaltevermögen und Gottes Segen.

Pfarrerin Christiane Börstinghaus von der evangelisch-lutherischen Gemeinde Baiersdorf und Pfarrer Michael Krug von St. Johannis Forchheim freuen sich auf die Zusammenarbeit und übergaben Bier und Meerrettich aus hiesiger Produktion für die Würze im Leben und eine Luther-Bibel.