Eine der drei Nachhaltigkeitssäulen der Bayerischen Staatsforsten ist der integrative Natur- und Artenschutz auf der ganzen Staatswaldfläche. Neben der Anreicherung der Waldbestände mit vielen verschiedenen Baumarten oder dem Belassen von Totholz werden Biotopbäume gefördert, Blühwiesen gepflegt oder Feuchtbiotope neu angelegt. Feuchtbiotope werden in der Unteren Mark bei Forchheim seit 15 Jahren konsequent gefördert.

Wie der Leiter des Forstreviers Oesdorf, Erich Daum, erläutert, erhöht er dort die biologische Gewässervielfalt im Staatswald durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen. „In der ganzen Unteren Mark wurden über die vergangenen Jahre immer wieder größere und kleinere Tümpel neu geschaffen, historische Entwässerungsgräben verschlossen und ehemalige Karpfenteiche in naturbelassene Feuchtbiotope umgewandelt“, berichtet er.

Die durchgeführten Maßnahmen demonstrierte er dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) am Samstag an verschiedenen Stellen seines Forstreviers. Am Beispiel des ehemaligen Weihers in der Abteilung Hohe Wurzel zeigte er, dass der Eingriff mit einem Bagger vor zwei Jahren kaum mehr erkennbar ist. Die Umgestaltung des einstigen Karpfenteichs in das jetzige Paradies für Libellen und Frösche mit Rohrkolben und Krebsscheren – ohne Einbringung neuer Pflanzen – könne man nur noch erahnen. „Die Natur hat sich diesen Teich ja rasend schnell zurückerobert“, war auch Staatsminister Glauber sichtlich erstaunt. red