Zum 70. Geburtstags des Musik- und Spielmannszuges der SpVgg Jahn Forchheim tritt dieser aus dem Hauptverein aus und macht sich selbstständig. Hierzu hatte der Förderverein in den Pfarrsaal Don Bosco eingeladen. Der Plan der aktuellen Abteilungsleitung des Spielmannszuges ist es, den 85 Mitglieder starken Förderverein mit den aktiven Musikern zusammenzuführen und als Musikverein umzuschreiben.

Um dies zu tun, ist es notwendig, den Zweck eines Fördervereins zu dem eines Musikvereins abzuändern. Seit der gemeinsamen Entscheidung aller Musiker im Juli, den Schritt der Selbstständigkeit zu wagen, hat Fabian Mohr diese notwendigen Anpassungen an der Satzung ausgearbeitet.

Gastronomie statt Proberäume

Bevor es zur Durchsprache der Satzungsänderung und Wahl des neuen Vorstandes kam, erläuterte Noch-Abteilungsleiter Dominik Trautner den Mitgliedern die Hintergründe der Entscheidung zu diesem großen Schritt. Der Hauptgrund sei der Entfall der ursprünglich für die Abteilung angedachten Räumlichkeiten (circa 150 Quadratmeter) am neuen Jahn-Gelände. Diese müssten aufgrund der geplanten Gastronomie nun weichen.

Die Vorfreude auf eigenständige Räumlichkeiten für eine zukunftsorientierte Ausbildung und Geselligkeit war demnach in der ganzen Abteilung zu spüren. Nun bleiben die Enttäuschung und die Entscheidung zur Eigenständigkeit. Man möchte mit dem Zusammenschluss des Fördervereins und der Musiker gestärkt und als Einheit in die neue Zukunft als Musik- und Spielmannszug Forchheim und eingetragener Verein starten. Von daher war es laut Trautner das Naheliegendste, beide miteinander zu kombinieren. „Ein Verein ist eine Gemeinschaft“, sagte Dominik Trautner, „in dem alle ihren Teil zum Erfolg beitragen.“ So sollen zukünftig die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt und die einzelnen Kompetenzen optimal genutzt werden.

Mit dem notwendigen einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder wurde der Satzungsänderung mit großer Vorfreude auf das Kommende zugestimmt. In den nächsten Wochen wird der bisherige Fördervereinsvorstand Klaus Schütz , Josef Siebenhaar, Raimund Schuh, Silvia Heilmann und Fabian Mohr die Satzungsänderung notariell beglaubigt beim Amtsgericht in Bamberg einreichen.

Nun gilt es, für den an der Versammlung neu gegründeten Vorstand – Florian Hölzl (Vorsitzender), Ralf Schuberth (Zweiter Vorsitzender, musikalische Leitung), Silvia Heilmann (Schatzmeisterin), Fabian Mohr (Schriftführer) und weiteren Beisitzern – die Weichen für eine ebenso erfolgreiche Zukunft wie die vergangenen Jahrzehnte zu stellen.

2023 unter neuem Namen

Bis der Musik- und Spielmannszug Forchheim dann mit neuem Namen 2023 seinen ersten Auftritt bestreitet, ist noch allerhand zu tun. Ein neues Vereinslogo ist notwendig, in dem man plant, die Verbindung zur Stadt Forchheim hervorzuheben. Auch neue Kleidung und Vereinsfarben werden in diesem Zuge erarbeitet. Aber die traditionelle und stadtbekannte weiße Uniform bleibt erhalten.

Die größte Herausforderung wird allerdings wie auch in den letzten Jahrzehnten sein, Räumlichkeiten für den Probenbetrieb und die Ausbildung neuer Musiker in Forchheim zu finden. Nur durch eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist eine erfolgreiche Zukunft und Fortführung der Traditionen möglich. red